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Blogrush ist tot – wie geht es eigentlich Blogfever?

Wie Mashable vergangene Woche meldete, hat Blogrush kürzlich das Zeitliche gesegnet. Blogrush war die us-amerikanische Variante und Copycatvorlage vom deutschen Blogfever. Im September 2007 angetreten als Blog-Syndikat und Trafficschubser versprach der Dienst mit Hilfe eines einfachen Widgets den Traffic der teilnehmenden Blogs massiv zu steigern.

Das Prinzip ist einfach und auch aus Web 1.0 Zeiten bekannt, entsprechend konnte sich Blogrush schon kurz nach dem Start einer viralen Verbreitung erfreuen. Sehr bekannte und große Blogs waren auf den Zug aufgesprungen und sorgten für weitere Promotion. Die Ernüchterung ließ allerdings auch nicht lange auf sich warten.

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Trafficmonster Wikipedia: 10 Milliarden Seitenaufrufe im Monat

Totgesagte leben bekanntlich länger. Das bestätigt sich einmal mehr beim Blick auf die frisch veröffentlichte Studie über die Zugriffszahlen der Mutter aller Onlinelexika, die der Statistiker Erik Zachte ins Netz gestellt hat.

Rund 10 Milliarden Seitenaufrufe pro Monat bringt Wikipedia auf die Trafficwaage und ist damit nicht nur ein Schwergewicht, sondern ein wahres Trafficmonster.

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5 Tipps um nachhaltigen Traffic zu generieren

Mit 5 persönlichen Tipps möchte ich an Peer Wandigers Blogparade zum Thema “Traffictipps für neue Blogs” teilnehmen. Persönlich deshalb, weil sie auf meinen Erfahrungen und Überzeugungen beruhen und so vielleicht auch nicht unbedingt allgemeingültig sind. :-)

1. Trafficziele definieren – Traffic planen

Traffic ist nicht gleich Traffic. Gleich am Anfang aller Überlegungen sollte man sich die Frage stellen welche Sorte Traffic man haben will. Lieber Masse oder lieber Klasse?

Für die Masse sind alle Linkbait-Themen von Interesse… allerdings ist es (aus meiner Sicht) damit schwierig die Besucher zu halten und zu binden. Für Klasse sorgen eher longtailige und tiefgreifendere Posts, die langfristig einen Mehrwert für Leser schaffen. Die Kunst ist es wohl aus beidem eine gute Mischung herzustellen. Ohne Aufmerksamkeit keine Besucher… ohne wertvollen Content keine Fans.

Ich finde es persönlich spannend mir Trafficziele zu stecken und darüber Statistiken zu führen… z.B.: bis zu Termin X möchte ich im Schnitt Y Leser täglich/wöchentlich/monatlich erreichen. Zu diesen Zielen kann man sich geeignete Massnahmen und Schritte überlegen, die die Erreichung der Ziele näher bringen. Statistiken helfen dann einzuschätzen welche Massnahmen in einem bestimmten Themenumfeld funktionieren und welche nicht.

2. Zielgruppe definieren – finden – anlocken

Wenn ich nicht weiß wer meine Zielgruppe ist und wo ich sie im Netz vorfinde, dann bleibt das Erreichen der Zielgruppe Zufall. Und damit meine Zielgruppe zu mir kommt, muss ich erstmal dorthin wo meine Zielgruppe ist. Bis an diese Stelle ist es noch recht einfach. Um die ominöse Zielgruppe aber auch als Leser anzulocken und vielleicht soagar zu halten, muss man es schaffen interessanten Content zu liefern und sich in die Communities der Zielgruppe einzubringen. Halbherzigkeit zahlt sich nicht in Traffic aus.

3. Kontinuität

Ein wichtiger Wachstumsfaktor in Bezug auf Traffic ist Kontinuität. Meine Erfahrung in einem jungen Blog zeigt folgendes: in dem Moment, wo ich einige Tage aufhöre zu posten, gehen die Besucherzahlen deutlich nach unten… wenn ich es schaffe eine Weile täglich zu posten, steigen die Besucherzahlen exorbitant. Die wenigsten Blogger in Deutschland bloggen hauptberuflich und insofern ist es nicht immer leicht regelmäßig Inhalte zu finden und regelmäßig die Zeit zum Schreiben zu finden. Ich selbst versuche einfach die Pausen nicht zu lang werden zu lassen.

4. Geduld und langen Atem

Ein weiser Mann hat mal gesagt “An overnight success takes 7 years”… ein Übernacht-Erfolg braucht/dauert 7 Jahre. Ganz so langsam ist das Web und die Blogosphäre glücklicherweise nicht. Geduld muss man dennoch im Gepäck haben… zumindest, wenn man kein One-Hit-Wonder sein will. :-)

Der Traffic ist keine ewig ansteigende Zahl… er will aufgebaut, gepflegt und gehalten werden und das braucht Zeit. Rückschläge muss man nicht nur in Kauf nehmen, sondern auch überstehen.

5. Arbeit und Leidenschaft

Guter, interessanter und spannender Content ist aus meiner Sicht der wichtigste Faktor um langfristig Traffic zu generieren. Das bedeutet Arbeit.

Wenn man sich besucherstarke Blogs genau anschaut, dann merkt man recht schnell, dass die dazugehörigen Blogger eine Menge Arbeit in ihren Content stecken. Das sind keine Zweit- oder Drittverwerter von lauwarmen Meldungen die bereits 1000fach im Netz zu finden sind… das sind keine Trittbrettfahrer…. man findet dort eben keine halbherzig dahingesauten 3-Zeiler oder umgeschriebenen Blafasel ohne jede Schöpfungshöhe. Im Gegenteil findet man auf erfolgreichen Blogs Blogger die wirklich etwas zu sagen haben, die einen Mehrwert liefern, die einzigartige Inhalte bieten. Aus meiner Sicht gehört dazu eine nicht unerhebliche Leidenschaft für das Thema. Wer diese Leidenschaft nicht mitbringt und wer nicht bereit ist Arbeit in den Content zu stecken, der wird IMHO auf Dauer scheitern.

Mit welchem Traffic man am besten verkauft…

Shopbetreiber und Webaster die online Produkte verkaufen kommen nicht umhin eine ordentliche Trafficanalyse zu betreiben. Die Datenbasis bleibt dabei aber auf die eigene Webseite, die eigenen Besucher und die eigenen Aktivitäten in SEx beschränkt. Manchmal ist der Blick über den Tellerrand und in eine größere Datenbasis interessant und darauf geht ein Artikel von Alex Mindlin in der New York Times ein.

A recent study by Engine Ready, an Internet marketing company, analyzed 18.7 million visits over two years to Web sites run by 27 of the company’s roughly 500 clients.

Engine Ready hat kürzlich in einer Studie über den Zeitraum von 2 Jahren 18,7 Millionen Visits auf 27 Websites analysiert. Heraus kam, dass bezahlte Einträge (PPC, AdWords) etwas besser funktionieren als organische sprich nicht bezahlte Auflistungen in den SERPs. Besucher die über bezahlte Links kamen waren in 17 Prozent der Fälle eher bereit etwas zu kaufen und gaben 18 Prozent mehr Geld pro Bestellung aus.

Trotzdem gehen weder SEO noch SEM als Sieger aus dem Rennen, denn die wertvollsten Besucher sind die, die entweder die Adresse direkt in den Browser tippen oder über Bookmarks kommen. Diese Besucher sind treuere Kunden, verbringen mehr Zeit auf der Seite und geben am meisten Geld aus. Bei diesen direkten Besuchern ist die Chance am höchsten, dass der Besuch in einen Verkauf mündet, denn das passiert in 3,3 Prozent der Fälle. Der Wert dieser Besuche lag im Schnitt bei 5,69 Dollar pro Besuch.

Die komplette Studie kann man sich auf der Seite von Engine Ready herunterladen, allerdings ist hierzu eine Registrierung notwendig.

Blogfever: ich versuch das jetzt mal

In letzter Zeit wimmelt es ja nur so vor Posts zu Traffic-Tauscher-Widgets wie Blogrush, Blogspeed und jetzt auch Blogfever. Ich habe mich jetzt mal durch gerungen Blogfever (link mit Referrer) zu testen.

Why not?
Zu verlieren hab ich nicht wirklich etwas. :-)

Die englischsprachigen Tests von Blogrush sind zum Teil katastrophal ausgefallen, zumindest was den CTR angeht. John Chow meldest bei 27.293 Einblendungen gerade mal 91 Klicks. Dabei hat John Chow in dieser kurzen Zeit bereits 275.000 credits verdient und es scheint das Netzwerk kann ihn gar nicht adäquat mit Einblendungen versorgen. Da scheint es an Masse und entsprechend schwergewichtigen anderen Teilnehmern zu fehlen. Das sind übrigens die Zahlen für 3 Tage inklusive einer sehr hohen Zahl Referrer bis in die zehnte Ebene.

Bei den Testern, die ihre bisherigen Ergebnisse prominent ins Web stellen handelt es sich – wie könnte es anders sein – durchweg um megagrosse Seiten und nicht gerade um die Liga in der ich spiele. John Chow hat nach eigenen Angaben im vergangenen Monat immerhin über 20.000 Dollares mit seinem Blog verdient.

Ich befinde mich nicht in der Situation mit meinem Blog Geld verdienen zu können und mein Interesse gilt zunächst – so als Frischling – erstmal dem Aufbau einer Leserschaft und dem Erzeugen von Traffic. Entsprechend ist für mich jeder neue Besucher ein Gewinn, egal wie viele Einblendungen dafür drauf gehen. :-)

Die Reviews die ich bisher über Blogfever gelesen habe waren durchweg positiv. Insbesondere Datenschmutz und chaoszone fand ich überzeugend und ich werde jetzt mal testen, was für ein kleines Bloglicht wie mich bei Blogfever drin ist.

Der Einbau des Skriptchens in Wordpress ist übrigens denkbar einfach:
Wer Widgets benutzt, nimmt einfach einen Textwidget, spendiert ihm einen Titel oder lässt es bleiben und setzt den Code, den er von Blogfever bekommt, per copy & paste in den Body des Textwidgets. That’s it.

Wer sich ebenfalls zu einem Test durchringen kann und das gerne mit meinem Referrer-Code tun möchte, kann diesen Link zur Anmeldung bei Blogfever nehmen.