Suchmaschinen

Leichter Vergleich: Bing, Wolfram und Google

Gerade habe ich zwei witzige und durchaus nützliche Seiten entdeckt, die den Vergleich von Suchergebnissen erleichtern. Wer gerne mal über den Google-Tellerrand schaut und die Ergebnisse jeweils mit Bing oder Wolfram Alpha side-by-side anschauen möchte, der kann das auf eigenen Seiten tun.

Bingle

bingle_ergebnis

Bingle kommt mit einem gewohnt einfachen Suchschlitz daher und liefert die Ergebnisse von Google und Bing nebeneinander aus. Um sich “mal eben” einen schnellen Überblick zu verschaffen, finde ich die Idee dieser “Anwendung” gar nicht schlecht. Kann man natürlich alles auch zu Fuß erledigen… aber ich zumindest habe Bing nie offen rumliegen und finde es dann schnell lästig Fenster auszurichten. :-)

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Aaron Wall bringt Open Source Ranking Checker

Aaron Wall bietet seit heute auf seiner Seite SEOBook einen neuen Ranking Checker an, der nicht nur Open Source ist, sondern auch noch lokal läuft. Es handelt sich dabei um eine Firefox Extension und diese ist in der Lage das Ranking bei Google (US und international), Yahoo und Microsoft zu prüfen. (via Joost de Valk )

Hier gibt es ein Vorstellungs-Video:

[youtube X__ngJcrOYU ]

Mahalo ist Spam

Aaron Wall weist darauf hin, dass gemäß des internen Google Quality Rater Dokuments, das kürzlich veröffentlicht wurde, Mahalo als Spam einzustufen ist.

Das Zitat aus den Richtlinien:

Final Notes on Spam
When trying to decide if a page is Spam, it is helpful to ask yourself this question: if I remove the scraped (copied) content, the ads, and the links to other pages, is there anything of value left? if the answer is no, the page is probably Spam.

Quick and dirty übersetzt:

Abschließende Hinweise zu Spam
Beim Versuch zu entscheiden, ob eine Seite als Spam einzustufen ist, ist es hilfreich sich selbst diese Frage zu stellen: wenn ich gescrapte / kopierte Inhalte, Werbemittel und Links zu anderen Seiten entferne, bleibt dann überhaupt etwas von Wert übrig? Wenn die Antwort darauf NEIN lautet, dann ist die Seite wahrscheinlich Spam.

Seine Behauptung stützt Aaron mit der Googlesuche nach “Best Computer Speakers” …bei dieser Suche wird ein Eintrag von Mahalo auf Platz 1 ausgegeben. Folgt man diesem Link und entfernt – wie oben beschrieben – kopierte Inhalte, Werbung und Links… dann bleibt laut Aaron 0 einzigartiger Inhalt (unique content) und 0 Nutzen für den Suchenden.

Es folgt dann noch ein netter Seitenhieb gegen Jason Calacanis … offenbar nicht nur wegen der neuerlichen Meldung zum Einsatz von Affiliate Links auf Mahalo.

Ich persönlich würde sicher nicht so weit gehen zu behaupten Mahalo sei Spam. Allerdings glaube ich auch weder an das Konzept von Mahalo, noch daran, dass es geeignet ist Google eine wie auch immer geartete Konkurrenz machen zu können. Anyway… das Grinsen über Aarons Beitrag kann ich mir jedenfalls nicht verkneifen. :-)

Nachtrag: ich sehe gerade, dass Calacanis höchst selbst in den Kommentaren dabei ist. Ob man da von einem getroffenen Hund ausgehen darf? ;-)

Sind deine Geheimnisse sicher bei Google?

Es will alles über dich wissen.
Es will dein bester Freund sein…dein großer Bruder.

In der abgefahrenen Kalifornischen Sonne scheinen die gleißenden Glas- und Stahlkurven des Googleplex dich vom Trottoir zu fegen mit ihrem Versprechen dir einen flüchtigen Blick in die Zukunft zu gewähren. Es ist 8 Uhr morgens an einem Montag und Bataillone von High-Tech-Fußsoldaten erreichen den güldenen Palast der Online-Revolution. Mit Laptop und Latte bewehrt steigen sie aus Polonäsen von biodieselbetriebenen Bussen, laut und schnell schnatternd über die letzten raketenartigen Silicon Valley Start-Ups mit Namen die sich anhören wie Teletubbies: Jajah, Orgoo, Ningo. Geek für Geek bewegen sie sich hinein, beginnen zu surfen und kontrollieren die Quadrillionen Bytes an Informationen die durch Googles gigantische Server wogen und auf unsere Desktops und Handys brettern in jeder Minute an jedem Tag.

Der Gehsteig ausserhalb der Google Konzernzentrale in Moutain View – 40 Autominuten südlich von San Francisco – ist ungefähr so nah wie die meisten Menschen der Firma jemals kommen werden. Der Firma die den Suchmaschinenmarkt in die Enge getrieben hat und die die Killerapplikation der modernen Informationswirtschaft schlechthin wurde. Mit seinem ganzen Erfolg ist Google ein geschlossenes System, so undurchdringlich wie seine komplexen Suchalgorithmen.

Seine milliardenschweren Gründer Sergey Brin, 34, und Larry Page, 34, geben kaum jemals Interviews und Reporter schaffen es selten durch den Firmeneingang um mit den Executives zu sprechen. Vor einigen Wochen haben sie die The Sundy Times ins Herz der Konzernzentrale eingeladen.

Was sich – quick and dirty ins Deutsche übersetzt – fast anliest wie die letzte Science-Fiction Kurzgeschichte aus der c’t, ist im Gehalt weit weniger prosaisch. Dass das Google-Universum eine Datenkrake ist war uns allen bereits klar. Die Onlineausgabe der britischen Sunday Times schaut Google aber ganz genau auf die Finger und ich hab wenige derart ansprechend geschriebene Artikel zum Thema gelesen. Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich das nicht entgehen lassen. Es liest sich leicht wie ein Frühlingsmorgen und gibt Einblicke in die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunftsvisionen von Tante G.

Suchmaschinenreport für 15 Länder

Der “Global Search Report” ist eine jährlich erscheinende Kompilation von Statistiken zur PPC- und Suchmaschinennutzung aus Ländern rund um die Welt (damit ist gemeint, dass die USA dabei nicht gemeint ist). Das Ziel des Reports ist es Marktprofile und Marktdaten zu sammeln, die über den Tellerrand der gemeinhin gut durchleuchteten USA/Großbritannien-Sphäre hinaus schauen und damit grundlegende Informationen für diejenigen bereit zu stellen, die an “multilingualem Marketing” interessiert sind. Den Report kann man bei e3internet als PDF herunterladen.

Wie global der Report nun tatsächlich ist, mag bei 15 teilnehmenden Nationen jeder für sich entscheiden. Die enthaltenen Informationen sind natürlich dennoch interessant. Statt hier eine nackte Länderliste abzutippen habe ich hinter dem Landesnamen den jeweilig genannten Marktanteil von Google angefügt. Augenfällig finde ich die Marktdominanz von Google besonders in Mitteleuropa.

Niederlande 94%
Deutschland
93% (Deutschland ist nicht im Report)
Israel 90%
Bulgarien 90%
Portugal 90%
Großbritannien 82%
Dänemark 80%
Island 51%
Spanien 47,7%
Russland | Ukraine 25,1%
Tschechien | Slowakei 24,75%
China 21,7%
Estland 20%
   
Italien
Japan
Süd Korea
(keine Daten)
(2. Platz ohne Zahlen)
(Google spielt hier keine Rolle)
   

Da Deutschland nicht im Report dabei ist, habe ich die entsprechenden Daten zum bequemen Vergleich mal zusammen gestellt:

Bevölkerung: 82,3 Millionen (Quelle Wikipedia)
Internetuser geschätzt: 50,2 Millionen
Internet Penetration: 61% (Quelle Heise)

Google dominiert den deutschen Suchmaschinenmarkt mit einem Marktanteil von 89,7%. Da die Dienste AOL und T-Online ebenfalls Google-Daten für ihre Suchmaschinen-Angebote nutzen müssen deren Ergebnisse im Prinzip zu denen von Google hinzuaddiert werden. Dies betrifft auch Freenet, die noch einen Marktanteil von 0,3% einbringen. Aufaddiert kommt Google also auf einen Marktanteil 93%. Damit sind andere Dienste faktisch nur noch “unter ferner liefen” zu kategorisieren und Google kommt in Deutschland – auch im Vergleich zu anderen Ländern – eine ungeheure Marktmacht zu. Im letzten Jahr lag Googles Marktanteil noch bei 90,3%.

Was die PPC Coverage angeht habe ich keine konkreten Zahlen bzw. bezifferte Marktanteile finden können. Ich gehe davon aus, dass Google auch hier hochprozentig dominiert. Wobei anzumerken ist, dass der deutsche Markt für Online-Werbung eben erst in der Aufwachphase ist.