Social Networks

Impressum auf Facebook – eigener Tab mit SSL

Die Nachricht über das Urteil zur Impressumspflicht für kommerzielle facebook Fanpages verbreitet sich schnell. Man darf vermuten, dass die Abmahner schon längst dabei sind ihre Messer zu wetzen.

Wer eine eigene Fanpage betreibt oder für Klienten welche betreut ist, ist gut beraten schnell eine Lösung zu finden, die möglichst viel Rechtssicherheit bietet.

Ich habe zwei Ansätze gefunden, die den Anforderungen gerecht zu werden scheinen.

1. Nutzung der Infobox für einen Direktlink ins Impressum der „Mutterseite“
2. Einrichten eines eigenen TABs mit einer Facebook Anwendung

Perun beschreibt auf seinem Weblog den Weg mit der Infobox. Das ist der schnellste Weg und wenn man bereit ist den bisherigen Inhalt der Infobox zu „opfern“ sicher auch der einfachste.

Der zweite Ansatz ist das Erstellen einer eigenen Facebook Anwendung zur Einbindung des Impressums in einem eigenen TAB direkt auf der Fanpage. Mit der schon vielfach verlinkten Anleitung von Annette Schwindt ist auch dieser Lösungsansatz, wenn auch nicht ganz trivial, so doch schnell umgesetzt.

Voraussetzungen für die TAB-Lösung sind

  •   externer Webspace inklusive https-Variante
  •   ein Adminkonto auf Facebook, mit dem die Fanseite editiert werden kann
  •   HTML- und CSS-Kenntnisse um eine kleine Impressumseite zu erstellen

Der Haken an der TAB-Lösung ist, dass zwangsweise eine https-Variante der Seite zur Verfügung stehen muss. Wer nicht gerade einen Online-Shop betreibt oder aus anderen Gründen sowieso ein SSL-Zertifikat besitzt, schaut hier in die Röhre.

Gängige Webspacepakete haben in aller Regel nämlich kein SSL an Bord und ein Zertifikat muss entweder kostenpflichtig hinzu gebucht werden, oder man muss sogar das Webspacepaket upgraden um das zu können.

Eine wie ich finde praktische und kostengünstige Variante sind Webspacepakete bei Hostgator. Hostgator ist ein us-amerikanischer Hoster der auf amerikanischen Servern hostet. Bereits im kleinsten Paket (ab $3,96/Monat) ist ein shared SSL Zertifikat im Preis inbegriffen. Ab dem Business-Tarif (ab $10,36/Monat) steht sogar ein privates SSL Zertifikat ohne Aufpreis zur Verfügung. Die Preise finde ich auch ohne schwachen Dollarkurs moderat.

Wer ohnehin auch englische Projekte am Start hat, für den macht ein Hostingaccount in den USA durchaus Sinn. Wer mehrere Facebook Fanseiten betreut, für den kann diese Lösung auch Sinn ergeben. Es ist problemlos möglich eine ganze Armada von Impressumseiten auf dem Server abzulegen… Webspace und Traffic sind unbegrenzt enthalten.

Wer von der SSL-Lösung bei Hostgator Gebrauch machen möchte, der kann sich hier auch gleich einen Coupon mitnehmen:

Mit dem Gutschein-Code MISSFITSBIZ994 bekommt man $9,94 Rabatt.
Mit dem Gutschein-Code MISSFITSBIZ25 bekommt man 25% Rabatt.

Je nach gewähltem Paket und gewähltem Zahlungsrhythmus machen Prozente oder Dollares mehr Sinn. Der Rabatt wird direkt mit dem gewählten Paket verrechnet… noch bevor man persönliche Daten eingeben muss.

Community im Selbstbau: Ning, Tribax oder six groups?

Ich hatte bereits vergangenen September über die Social Network Baukästen berichtet und jetzt wird es mal Zeit für ein Update.

Auf Techcrunch sind kürzlich neue Erfolgsmeldungen von Ning aufgeschlagen. Die Meldung startet mit “Ning certainly continues to rock and roll…” und das sagt schon fast alles. Ning gilt als DER amerkiansche Netzwerkbaukasten und konnte sich gegen den offenbar ins Nirwana abgerutschten Mitbewerber Flux nicht nur behaupten, sondern wohl auch durchsetzen.

Ning beheimatet zur Zeit über 200.000 Communities (vgl. im September 2007 waren 100.000 vermeldet worden) und kann täglich weitere 1000 hinzuaddieren. Wenn das nicht Rock’n Roll ist. :-)
Das Besucheraufkommen ist entsprechend ordentlich… Comscore meldet 3,1 Millionen uniques im Februar, die rund 71 Millionen page views generiert haben. Teilt man nun die page views durch die Besucher oder die uniques durch die Anzahl Communities, sind die Zahlen gleich nicht mehr so berückend… allerdings darf man wahrscheinlich nicht wirklich so rechnen. Das Gefälle zwischen populären Communities und neuen Gruppen bzw. Rohrkrepierern dürfte relativ hoch sein.

Diesen Monat gab es auf Ning ein umfangreicheres Facelifting in Form eines optischen Redesign und neuer Funktionen.

Bei einer solch steilen Erfolgsgeschichte traut man Ning mittlerweile auch zu ein echtes Business zu sein. Verdient wird einerseits an Werbung und zusätzlich durch den Verkauf von Premiumfunktionen. Allerdings muss man auch die umfangreiche Kapitalausstattung berücksichtigen, die sowohl Marketing als auch die Implementierung neuer Features bequem möglich macht.

Als deutschsprachige Community-Baukästen treten Tribax und six groups an.
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