Recherche

World Digital Library startet

Die UNESCO und 32 Partnerinstitutionen aus rund 20 Ländern haben die World Digital Library ins Leben gerufen. Ein Projekt, das einzigartige kulturelle und historische Dokumente aus Bibliotheken und Archiven von überall auf der Welt ausstellt, zeigt und zugänglich macht.

Es werden Manuskripte, Kartenmaterial, seltene Bücher, Filme, Tonaufnahmen, Drucke und Fotografien digitalisiert zur Verfügung gestellt. Der Zugriff ist öffentlich und kostenlos.

WDL

Die WDL stellt ihr Angebot momentan in 7 Sprachen bereit, die Inhalte selbst in mehr als 2 Dutzend Sprachen. Ziel ist es alle 193 Mitgliedsländer der UNESCO mit ihrer jeweiligen Kultur und Geschichte in der WDL darzustellen.

Ich bin ziemlich begeistert von der Webseite. Sie eignet sich nicht nur zur Recherche, sie lädt auch einfach zum Schmökern und Lernen ein.

GENESIS-Online: Statistisches Bundesamt lässt sich in die Karten schauen

Oder vielmehr in die Zahlen.

GENESIS-Online ist das neue, auf der Hannover Messe vorgestellte, statistisches Informationssystem des Statistischen Bundesamtes. Oder anders ausgedrückt: eine frei nutzbare Online-Datenbank, die tief gegliederte Ergebnisse der amtlichen Statistik enthält, diese ausgibt und auf Wunsch sogar grafisch aufbereitet.

Der geneigte Zahlenjäger kann nach Herzenslust durch (in 9 Sachgebiete gegliederte) offizielle Zahlen pflügen. Auf Knopfdruck lassen sich Tabellen, Charts und Grafiken anzeigen. Die finalen Outputs lassen sich dann auch noch in verschiedenen Formaten (XLS, HTML oder CSV) abspeichern. Das Ganze ist intuitiv zu bedienen und barrierefrei.

Zusätzlich zu den kostenfreien Angeboten gibt es eine Art Nutzungsabo mit dem weitere ganz chice Features zu haben sind. Beispielsweise ist es möglich ausgewählte Tabellen innerhalb des eigenen Accounts abzuspeichern. Diese werden dann automatisch aktualisiert, sobald neue Zahlen eintreffen. Ein Account kostet 50 Euro pro Jahr.

Erfreulich finde ich die ausdrückliche Erlaubnis zur Nutzung der Daten:

Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.

Bundesarchiv bestückt Wikipedia mit historischen Fotos

Im September letzten Jahres ging das Bundesarchiv mit einem Bestand von rund 60.000 historischen Fotos online. Damit ist ein wunderbarer Ort zum Recherchieren und Stöbern entstanden, aber was die Nutzung der Fotos anbelangte, habe ich da mehr Fallstricke als klare Aussagen gefunden. Siehe hierzu den Artikel Fotobürokratie aus dem Bundesarchiv-Onlineshop (vom 15.09.07).

Nach Verhandlungen von über einem Jahr wollen nun Bundesarchiv und Wikipedia kooperieren. Das Bundesarchiv stellt hierfür über 100.000 Fotos der Wikipedia zur Verfügung. Im Gegenzug erwartet man sich Reichweite, eine Steigerung des Bekanntheitsgrades und auch das Schließen von Wissenslücken.

Neu ist indes auch, dass man die Fotos eigens für die Kooperation unter die Creative Commons Lizenz gestellt hat. Die Standard-Lizenz der Organisation Creative Commons namens CC-BY-SA besagt, dass die Bilder kostenlos verwendet und weiterverbreitet werden dürfen – auch kommerziell.

Quellen:
golem.de
silicon.de

Noch mehr kostenlose News: Financial Times

Die New York Times hat Mitte September ihre Abkehr vom Paid Content bekannt gegeben. Damit ist die Branche offenbar nicht unerheblich unter Druck geraten. Es verdichteten sich zunächst wieder die Gerüchte, dass Rupert Murdoch plant das Wall Street Journal der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich zu machen. Nun wurde angekündigt, dass ft.com (die Onlineversion der Financial Times) zu einem neuen Subscriber Modell wechseln will.

newspapers

Danach wird es ab Mitte Oktober möglich sein bis zu 30 Artikel pro Monat kostenlos zu lesen. Ab 30 Views greift dann wieder eine Bezahlvariante. Laut Ien Cheng (Herausgeber von ft.com) soll die Öffnung der Inhalte zu einer maßgeblichen Steigerung der Popularität der Veröffentlichungen beitragen, weil es vor allem auch Bloggern ermöglicht Beiträge zu verlinken.