Marketing

MBBDBWBSZZMDSBL: schönstes Blogo gesucht

Der Besserwerberblog – marketing-blog.biz – sucht erneut das schönste Blog-Logo… oder kurz Blogo. Da jeder teilnehmen kann hab ich mich kurzum auch dazu entschlossen. Es gibt diesmal eine hochkarätige Jury und es gibt natürlich Preise zu gewinnen. Wer ebenfalls gerne teilnehmen möchte, findet nähere Infos mit einem Klick auf das Banner.

The Hitchhikers Guide to Mundpropaganda Marketing

Sich Business-Know-how anzueignen kann bisweilen ein sehr trockenes und langweiliges Unterfangen sein. Dass es auch anders geht, beweist Bernd Röthlingshöfer mit seinem Buch Mundpropaganda Marketing.

Um es gleich vorweg zu nehmen:
das Buch liest sich spannend wie ein Roman!

Der Plot ist immer der selbe. Wenn man nicht gerade zu den Global Playern, Key Accounts und Latifundistas der Wirtschaft gehört, ist das Werbebudget so klein wie die Chance damit in klassischen Werbeformen einen Wirbelsturm der Aufmerksamkeit auszulösen.

Egal ob KMUs, Existenzgründer oder Mittelständler ihre sorgsam gezählten Werbedollars nun vertrauensvoll an externe Dienstleister geben oder ob sie selber kreativ werden müssen, ohne Fach- und Hintergrundwissen setzt man kleine Budgets ebenso schnell in den Sand wie astronomisch geblähte. Auf der Suche nach bezahlbaren und wirksamen Werbeformen klingt “Mundpropaganda Marketing” wie das selig machende Zauberwort.

Wenngleich Mundpropaganda es vermag Wirbelstürme auszulösen, so funktioniert sie nur leider nicht ähnlich einfach wie die Schaltung einer Werbeanzeige in der Tageszeitung. Röthlingshöfer sagt bereits im Vorwort: “Sie werden die Mundpropaganda nie beherrschen. Aber verstehen und für sich nutzen können.”

Und hier fängt es an wirklich spannend zu werden.
Der Autor versteht es meisterhaft das komplexe Thema so anzupacken, dass man (auch als Laie) fast im Vorbeigehen die Theorie, die Hintergründe und die Zusammenhänge begreift. Ich hatte beim Lernen selten weniger das Gefühl zu lernen. Aber das Buch bleibt natürlich auch nicht in staubiger Theorie stecken. Eine Fülle von Tipps zur praktischen Umsetzung und eine ungeheure Menge an gut recherchierten und aktuellen Beispielen haben dafür gesorgt, dass ich die Lektüre quasi eingeatmet habe. Es ist so praxisnah und inspirierend geschrieben, dass man nicht nur ins Phantasieren, sondern unweigerlich ins Realisieren kommt.

Fazit:
Eine Lobeshymne aus vollem Herzen und
für 10,- Euro ein unbedingtes must have read.

small business internet marketing

Da lese ich gestern beim marketing pilgrim über die Gründe warum kleine Unternehmen nicht in Online Marketing investieren und staune eigentlich gar nicht. Ich stelle nur – mal wieder – fest, dass wir in Deutschland dem us-amerikanischen Markt um Lichtjahre hinterher hinken.

Da wird beklagt, dass nach einer Studie von Opus Research 25% nicht in Online Marketing investieren, weil sie zu hohe Kosten fürchten und weitere 20% sind von der Technik eingeschüchtert oder haben keine Mitarbeiter, die dafür abgestellt werden können. Insgesamt 59% der Befragten gaben an, dass sie kein Onlinemarketing betreiben.

Aber wie sieht das in Deutschland aus?

In der c’t war im Januar zu lesen, dass in Deutschland 73% der Unternehmen mit mindestens 10 Mitarbeitern zumindest eine Internetpräsenz im Web haben. Immerhin! Allerdings dürfte hierzulande der Anteil derjenigen, die sich zu irgendeiner Form des Online Marketing durchringen noch sehr viel geringer sein.

Eine Marktstudie von tagworx im August sagt sehr deutlich, dass der Großteil der Unternehmen ihren Webauftritt ausschliesslich als digitale Visitenkarte nutzt. Den in der Studie begutachteten Seiten wird dazu noch wenig schmeichelhaft bescheinigt, dass sie selbst geringsten technischen und optischen Standards kaum entsprechen. “Wir mussten feststellen, dass – von einigen Ausnahmen abgesehen – der überwiegende Teil der begutachteten Seiten nicht über unterstes Amateurniveau hinauskommt”, so Adelbert Ilg vom Büro für visuelle Kommunikation.

Mächtige Defizite gibt es laut der Studie auch im Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Wohingegen in den USA die Suchmaschinenoptimierer eine eigene Branche und damit einen eigenen Wirtschaftszweig darstellen, ist hierzulande – ausserhalb der hochgradig webaffinen Gemeinde – kaum der Begriff bekannt. Natürlich lassen die Key Accounts auf dieser Klaviatur bereits spielen, aber davon die KMUs zu erreichen ist das Konzept IMHO noch weit entfernt.

Die Zahlen die Tagworx nennt sprechen Bände:

Auffindbarkeit Suchmaschinen:

Branchenspezifische Schlüsselwörter nicht gefunden: *100,0%
Branchenspezifische Phrasen nicht gefunden: *86,0%
Unternehmensspezifische Schlüsselwörter nicht gefunden: *69,2%
Unternehmensspezifische Phrasen nicht gefunden: *62,2%
Adwords-Kampagnen nicht gefunden: *99,3%

*Seite 1-10 im Suchmaschinenindex (Google, MSN, Yahoo)

Die letzte Zahl deutet es schon an: wen die Auffindbarkeit des eigenen Internetauftritts nicht kratzt, der wird mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch keine Schritte in Richtung SEM unternommen haben und dabei halte ich Adwords noch für die am leichtesten zugängliche Form.

Es würde mich ernsthaft interessieren wie weit wir mit dieser Situation dem us-amerikanischen Markt tatsächlich hinterherhinken.

In der täglichen Arbeit eines Webworkers, der nicht in der Liga der Key Accounts spielt, sondern kleine bis mittlere Unternehmen mit Webangeboten versorgt, bedeutet dies einen enormen Beratungsaufwand. Andererseits bedeutet es aber auch, dass der Markt noch eine Menge Raum bietet und wir über den Prozess des Claimabsteckens noch bei weitem nicht hinaus sind. ;-)

Radiohead: 1,3 Millionen Downloads in 2 Tagen

So wie es aussieht zeigt die britische Gruppe Radiohead derzeit der Musikindustrie grinsend den Mittelfinger. Das Konzept – den Fan/Hörer den Preis bestimmen zu lassen – scheint aufgegangen zu sein. Bereits in den ersten beiden Tagen sollen furiose 1,3 Millionen Downloads erfolgt sein. Wow!

Natürlich muss man im Hinterkopf behalten, dass es sich bei Radiohead nicht um eine No-Name-Band handelt und dass sie wahrscheinlich ihre Popularität maßgeblich mit Hilfe der Musikindustrie aufgebaut haben. Desweiteren haben sich die Pressemeldungen zum neuen Geschäftsmodell geradezu überschlagen und damit verbunden gab es eine Menge kostenlose PR. Trotzdem zeigt der Erfolg an was möglich ist und wo die Musik-Reise in Zukunft hinführen könnte.

Wie Radiohead Gitarrist Jonny Greenwood vor ein paar Tagen gesagt hat, ist es nicht die Absicht der Band eine Revolution zu starten und ihre Musik zu verschenken. Vielmehr soll verhindert werden, dass die Musik lange vor dem offiziellen Release des Albums (Anfang 2008) auf Tauschbörsen verramscht wird. Radiohead baut darauf, dass ihre Musik trotzdem genug Fans dazu bewegt auch das qualitativ hochwertigere physische Produkt zu kaufen.

Nun denn, ein Kommentator auf alleyinsider hat eine schnelle Rechnung aufgemacht. Wenn es tatsächlich 1,3 Millionen Downloads gab und die Hälfte der Käufer (650.000) im Schnitt 8 Dollar bezahlt hat, dann kommt man auf sagenhafte 5,2 Millionen Dollar in 2 Tagen. Dieser Verdienst würde normalerweise (bei einem Durchschnittsverdienst von 1-2 Dollar pro Album) den Verkauf von 2,6 – 5,2 Millionen Alben voraussetzen. So gesehen wäre dies ein mächtiger Erfolg für Radiohead und ein mächtiger Verlust für EMI.

Was man aus diesem Erfolg für die Zukunft der Musikindustrie ableiten kann bleibt IMHO noch offen. Es zeigt jedoch ein weiteres Mal, dass die derzeitigen Konzepte bei weitem nicht ausreichen den Musikmarkt auf Dauer dominieren zu wollen.

OMD – Espresso und Hostessen

Nach der Lektüre von einigen Blogposts zur OMD will ich jetzt auch mal meinen Senf dazu abgeben. Ich hab gestern (26.09.) den Nachmittag auf der Messe verbracht. Da ich nur etwa 70km entfernt lebe, hatte ich da wohl den ungemeinen Vorteil dies “mal eben” tun zu können… ohne Bahnfahrt oder Flug, ohne Hotel. Ich muss sagen, wenn es anders gewesen wäre, hätte ich mich geärgert.

Ich kann Heike Scholz nur beipflichten, wenn sie sagt: “Hübsche Nabelschau einer Branche, die in erster Linie sich selbst feiert.” Und auch Kralle kann ich nur zustimmen, denn es gab in der Tat Unmengen Hostessen (das Bodypaintingfoto ist nur für Dich). ;-)

Es scheint völlig hip zu sein an einem Messestand, der wie eine ultracoole Hochglanz-Lounge auf Raumschiff Enterprise 2.0 aufgemacht ist, in schwarzen Klamotten und mit Juppigehabe Espresso zu trinken… alle Gadgets im Anschlag… zieh Fremder.

Und überhaupt: diese Unmenge an Kaffee- und Espresso-Vollautomaten! Alles was Rang und Namen hat – Saeco, Jura und wie se alle heißen – war gleich in mehreren Bauklassen vertreten. Ich war noch nie auf einer Kaffeeröstermesse… aber so stelle ich mir das vor.

Inhaltlich konnte ich sehr wenig aus dem Besuch der OMD ziehen. Ich habe in einige Vorträge reingehört und mich zu Tode gelangweilt. An den Ständen war wenig Neues und nichts rasend Interessantes zu finden. Bis auf den Messekatalog, einige Flyer und die obligatorische Werbetasche war es das für mich.

Im Fazit bin ich einigermaßen enttäuscht, denn ich hatte schon auf den ein oder anderen erhellenden Einblick, eine
bahnbrechende News oder auf irgendetwas Exklusives gehofft – aber das waren offenbar falsche Vorstellungen.