Der New Yorker Abgeordnete Richard L. Brodsky hat einen Gesetzentwurf eingereicht, der es bestimmten Big Playern im Tracken von Nutzerdaten – wie Google, Yahoo, AOL oder Microsoft – verbieten will ihr Wissen in zielgerichtete, auf Nutzerverhalten basierende Online-Werbeanzeigen umzusetzen (behavioral targeting).
Der Gesetzentwurf sieht vor die Nutzung dieser Daten gesetzlich zu verbieten und mit einer noch festzulegenden Geldstrafe zu belegen, sofern der Surfer sich nicht mit der Nutzung seiner Daten einverstanden erklärt hat (Opt-In Verfahren).
Sollte der Gesetzentwurf zu geltendem Recht von New York werden, so hätte das sehr schnell auch nationale Auswirkungen, denn wer will verhindern, dass Bürger des Staates New York eine bestimmte Website anderswo im Land aufsuchen? Damit wären rasch Online-Advertisern in den gesamten USA die Hände gebunden. Da es in diesem Bereich bisher keine Gesetzgebung auf Bundesebene gibt, könnte diese Geschichte natürlich auch zu einem interessanten Präzedenzfall werden.
Unverhoffte Unterstützung erfährt Brodsky unterdessen von Microsoft. Von Microsoft kam nämlich der Vorschlag nicht allein auf das sogenannte behavioral targeting zu “zielen”, sondern den Gesetzentwurf auf alle Firmen auszuweiten, die Anzeigenwerbung im Internet anbieten. Diese Änderung würde ein Gesetz schaffen, das sehr viel deutlicher Erzfeind Google auf die “Abschussliste” setzt.
Quellen:
PC World
New York Times
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