Wie Mashable vergangene Woche meldete, hat Blogrush kürzlich das Zeitliche gesegnet. Blogrush war die us-amerikanische Variante und Copycatvorlage vom deutschen Blogfever. Im September 2007 angetreten als Blog-Syndikat und Trafficschubser versprach der Dienst mit Hilfe eines einfachen Widgets den Traffic der teilnehmenden Blogs massiv zu steigern.
Das Prinzip ist einfach und auch aus Web 1.0 Zeiten bekannt, entsprechend konnte sich Blogrush schon kurz nach dem Start einer viralen Verbreitung erfreuen. Sehr bekannte und große Blogs waren auf den Zug aufgesprungen und sorgten für weitere Promotion. Die Ernüchterung ließ allerdings auch nicht lange auf sich warten.
In letzter Zeit wimmelt es ja nur so vor Posts zu Traffic-Tauscher-Widgets wie Blogrush, Blogspeed und jetzt auch Blogfever. Ich habe mich jetzt mal durch gerungen Blogfever (link mit Referrer) zu testen.
Why not?
Zu verlieren hab ich nicht wirklich etwas.
Die englischsprachigen Tests von Blogrush sind zum Teil katastrophal ausgefallen, zumindest was den CTR angeht. John Chow meldest bei 27.293 Einblendungen gerade mal 91 Klicks. Dabei hat John Chow in dieser kurzen Zeit bereits 275.000 credits verdient und es scheint das Netzwerk kann ihn gar nicht adäquat mit Einblendungen versorgen. Da scheint es an Masse und entsprechend schwergewichtigen anderen Teilnehmern zu fehlen. Das sind übrigens die Zahlen für 3 Tage inklusive einer sehr hohen Zahl Referrer bis in die zehnte Ebene.
Bei den Testern, die ihre bisherigen Ergebnisse prominent ins Web stellen handelt es sich – wie könnte es anders sein – durchweg um megagrosse Seiten und nicht gerade um die Liga in der ich spiele. John Chow hat nach eigenen Angaben im vergangenen Monat immerhin über 20.000 Dollares mit seinem Blog verdient.
Ich befinde mich nicht in der Situation mit meinem Blog Geld verdienen zu können und mein Interesse gilt zunächst – so als Frischling – erstmal dem Aufbau einer Leserschaft und dem Erzeugen von Traffic. Entsprechend ist für mich jeder neue Besucher ein Gewinn, egal wie viele Einblendungen dafür drauf gehen.
Die Reviews die ich bisher über Blogfever gelesen habe waren durchweg positiv. Insbesondere Datenschmutz und chaoszone fand ich überzeugend und ich werde jetzt mal testen, was für ein kleines Bloglicht wie mich bei Blogfever drin ist.
Der Einbau des Skriptchens in Wordpress ist übrigens denkbar einfach:
Wer Widgets benutzt, nimmt einfach einen Textwidget, spendiert ihm einen Titel oder lässt es bleiben und setzt den Code, den er von Blogfever bekommt, per copy & paste in den Body des Textwidgets. That’s it.
Wer sich ebenfalls zu einem Test durchringen kann und das gerne mit meinem Referrer-Code tun möchte, kann diesen Link zur Anmeldung bei Blogfever nehmen.
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