Daniel Scocco von DailyBlogTips hat ein wunderbares Gruppeninterview mit 12 bekannten und erfolgreichen Online-Entrepreneuren veröffentlicht. Die Rockstarquote ist ausgesprochen hoch und es dreht sich alles um die Frage wie hart man arbeiten muss, um derart erfolgreich zu werden, zu sein und auch zu bleiben.
Interviewt wurden unter anderem Darren Rowse (Problogger), Rand Fishkin (SEOMoz), Aaron Wall (SEO Book), Neil Patel (Quicksprout), Chris Pearson (Thesis Theme), Shawn Collins (Affiliate Summit), Yaro Starak (Entrepreneurs-Journey) und es werden die etwas anderen Einblicke gegeben.
Ich möchte hier die Ergebnisse zusammenfassen und etwas auswerten:
Die letzte Interviewfrage zielt auf die Freizeitgestaltung. Diese ist natürlich individuell, wobei man sich schon fragt, wann bei einer 7-Tage-Woche mit teilweise 80-100 Stunden eigentlich noch Platz für Freizeit sein soll.
Aus meiner Sicht räumt dieses Interview mit einer Illusion sehr deutlich auf, nämlich dass es im Internet möglich ist quasi ohne Arbeit reich zu werden. Die extrem erfolgreichen Jungs arbeiten auf extrem hart… und das selbst nach Jahren.
In den verschiedenen Antworten scheint immer wieder durch, dass man harte Arbeit nicht als Maloche begreift, wenn man liebt was man tut. Aber andererseits muss man auch einräumen, dass harte Arbeit nicht den Erfolg garantieren kann.
Ich finde das Interview inspirierend und es beruhigt mich auch, mit meinen Wochenstunden in derart guter Gesellschaft zu sein.
Momentan kämpfe ich mit massiver Zeitknappheit und muss mir quasi jede Minute Bloggerei vom hauptberuflichen Webworken absparen. In solchen Zeiten ist es noch wichtiger als sonst Prioritäten zu setzen und sich auch einen genaueren Überblick über geleistete Arbeitszeit zu verschaffen.
Als Webworker ist das nicht immer ganz einfach, denn zumindest bei mir ist es so, dass ich gerne mal von Projekt zu Projekt springe, dass eine dringende Änderung mitten in einen Entwurf platzt, dass eine Supportanfrage länger dauert als erwartet oder dass der normale Wahnsinn der telefonischen Unterbrechungen im Rudel aufwartet.
Bereits im April hatte ich einen Post über kostenlose Tools zur Zeiterfassung geschrieben. Da ich ein klein wenig paranoid in Bezug auf die Speicherung unternehmensrelevanter Daten auf fremden Servern bin, kam für mich bisher kein Online-Tool in Frage. Ein weiterer Grund ist sicher, dass ich keine Kollaborationsfunktionen benötige. Ich erfasse nur meine eigene Arbeitzeit an Projekten und im Supportbereich.
Das Programm, das ich bisher benutzt habe, ist ein optisch und technisch schon sehr in die Jahre gekommenes Desktopprogramm gewesen für das ich eigentlich nie einen Ersatz gefunden hatte… bis jetzt.
Es geht mir mittlerweile echt auf den Keks. Ich bin eigentlich dauernd richtig gehend hungrig danach zu bloggen. Es fehlt mir auch nicht an Themen, aber es fehlt mir die Zeit.
Nun könnte man meinen, dass eine selbständige Webworkerin – gerade was Zeit angeht – gegenüber abhängig Beschäftigten massiv im Vorteil wäre. Immerhin kann ich meine Arbeitszeit weitgehend frei einteilen. Aber, weit gefehlt.
Ich würde mittlerweile so weit gehen zu sagen, dass ein Angestelltenjob für Blogger sinnvoller ist. Oder eben hauptberufliches Bloggen. Das allerdings ist in Deutschland wohl die absolute Ausnahme.
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