Social Networks

125×125 Community: Blogvermarktung nun offen für alle

Seit heute ist die 125×125 Community für Blogvermarktung, Blogsponsoring und Bannershopping nun offen für alle.

Bisher konnten Besucher nur die Startseite der 125er Community sehen. Durch die Öffnung hat nun jeder Besucher vollen Lesezugriff. Bannerangebote und Werbeplatzgesuche können allerdings weiterhin nur angemeldete Benutzer schreiben. Siehe Posting auf dem Blog zur 125er Community.

Niuus statt Yigg?

Bei Robert hab ich den Hinweis auf einen neuen deutschen Digg-Klon namens Niuus gefunden.

Niuus will sich offenbar die nicht endenden Querelen um Yigg zunutze machen und ein eigenes Portal am Markt platzieren. In seiner Stellungnahme auf basic thinking schreibt der Betreiber der Seite aber auch, dass ihn der Frust über Yigg angetrieben hat.

Diesen Yigg-Frust kann ich sehr gut nachvollziehen… mal abgesehen von der miesen Optik, den verlorenen Funktionen und derlei mehr, stört mich an Yigg vor allem die nicht mehr vorhandene Übersichtlichkeit.

Niuus ist nun keinesfalls eine Schönheit,  aber es ist verglichen mit Yigg ein Meisterstück der Übersichtlichkeit. Ich hab mich eben angemeldet und die erste News gepostet… ist alles intuitiv zu bedienen  geht flott von der Hand und man behält jederzeit die Übersicht.

Da Niuus noch ganz am Anfang steht, ist dort noch nicht gar so viel los… aber es hat natürlich seinen eigenen Charme bei den ersten Usern dabei zu sein.

Ich sehe Yigg noch lange nicht tot… aber ich sehe auch keinen Grund Niuus keine Chance zu geben. SMO kann nicht nur, sondern muss schließlich aus vielen Puzzleteilen bestehen.

Twitteritis allenthalben

Langsam aber sicher greift überall die Twitteritis um sich. Baynado hat gestern zusammen mit Sterophone seine ganze SM-Radio-Show dem Thema gewidmet. Neulich haben Fridaynite und Mediadonis in diesmal berauschender Qualität in ihrer Show darüber geredet. Irgendwie lese ich dauernd und überall nur noch Twitter.

Hmm… ich stehe Hypes eigentlich sehr oft mindestens abwartend gegenüber. Manchmal verweigere ich mich sogar nicht nur stand- sondern auch dauerhaft. Hab ich schon erwähnt, dass ich den Film Titanic bis heute nicht gesehen habe? ;-)
Ich gehöre also nicht gerade zu den klassischen Early Adoptern.

Twitter wollte ich mich nicht blind verweigern… obwohl mir wegen des erneuten Hypes schon leicht die Nackenhaare hochgehen. Also habe ich mir leicht knurrend einen Account angelegt und mich ein wenig umgeschaut. Bisher followe ich 20 Leuten, 2 folgen mir und ich hab noch keinen Ton gesagt…äh…getwittert. Das ist noch schrecklich wenig und vermutlich reicht es auch nicht wirklich, um sich einen Überblick zu verschaffen… aber mein erster Eindruck ist: “unterirdisch”.

Zunächst mal finde ich Twitter “out of the box” völlig halsstarrig und nahezu unbrauchbar. Erst mit Twitbin wird es ein wenig geschmeidiger und ich kann mich drauf einlassen. Danke, Baynado, für den Tipp.

Der Sinn und Zweck erschließt sich mir trotzdem nicht wirklich. Ist ganz nett… ja, durchaus… aber was soll das? Ich finde keinen direkten Nährwert darin zu lesen wer sich gerade zum Mittagessen begibt, wer gerade dabei ist seine Freunde vom Flughafen abzuholen und ehrlich gesagt interessiert mich nicht mal ob Rand seine Brainstormings zum Sourcen in die Crowd gibt. Was ich bis jetzt gesehen habe eignet sich allenfalls zum unproduktiven Zeitverschwenden und dafür gibt es viel schönere Dinge.

Naja… ich werde mir den sinnfreien Kram noch ne Weile antun und am Rande verfolgen, ob ich einen Nutzen für mich entdecken kann. Wer Lust hat mich auf Twitter zu finden: missfitsbiz.

Nachgefragt: Interview mit mixxt, six groups und tribax

Mein Versuch die Unterschiede der deutschen Social-Networkbaukästen herauszuarbeiten hat letztlich (für mich) zu mehr Fragen als Antworten geführt. Über Zukunftspläne aber auch z.B. Ideen zur Monetarisierung habe ich im Netz noch wenig bis nichts gefunden. Und da in meinem Artikel mixxt auch noch gänzlich unerwähnt geblieben ist (bis auf die Kommentare), habe ich die Initiative ergriffen und die 3 Macher der deutschen Selbstbau-Communities mixxt, six groups und tribax zur Beantwortung von 5 Fragen gebeten.

Oliver Ueberholz (mixxt), Bahne Carstensen (six groups) und Christian Fenner (tribax) waren so freundlich mir meine Fragen zu beantworten und ich hoffe mit diesem Interview etwas mehr Licht ins Halbdunkel der Communitybaukästen zu bringen.

Here you go:

Das Konzept des Social Network Baukastens ist sehr abstrakt. Aus meiner Sicht kann man das zur Zeit nur solchen Leuten in 3 Sätzen erklären, die ohnehin ausgesprochen webaffin und technikverliebt sind. Wie sehen Deine/Eure Pläne aus auch die breitere Masse im Web und vor allem die Offlinewelt anzusprechen. Soll da nur die Zeit (in der sich das Prinzip durchsetzt) das Verständnis bringen?

Oliver Ueberholz (OU): Nicht nur. Die Zeit arbeitet im Gegensatz zu den meisten Communities und Social Networks für uns, aber dennoch muss der Nutzen von Social Network Baukästen erklärt werden. Wir setzen dabei auf gute Referenznetzwerke, die als Beispiel und Multiplikator dienen. Da finden sich bei uns bereits zahlreiche Netzwerke, wie z.B. die meisten Barcamps, Themecamps (Educamp, Typo3Camp usw.), das Startupweekend, Excellent oder auch das offizielle Netzwerk zur re:publica08. Damit wird es einfacher, aber das Basistraining der drei Sätze wird auch täglich verfeinert ;)

Bahne Carstensen (BC): Die Zeit spielt natürlich für uns. Schon jetzt besuchen mehr als 45% der deutschen Internetnutzer Social Networks. Damit werden die Vorteile dieser Kommunikationsform mehr und mehr Menschen bekannt. Dass es sich lohnen kann, eine eigene Community mit den Funktionsweisen von Social Networks für seine eigenen Zwecke zu starten, ist in der Tat noch ein etwas weiterer Weg. Wir hoffen aber nicht alleine auf die Zeit, sondern bringen in Kürze die six groups Communities da hin, wo sich ein großer Teil der Internet-Surfer bereits heute tummelt. Nämlich auf den unterschiedlichsten Websites.

Christian Fenner (CF): Das sehe ich genauso: Es ist nicht leicht, eine Community zu erklären. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, Netzwerken ohne grundsätzlichen Bezug zum Thema versuchen zu überzeugen. Jeder, der eine Community gründen will, sollte bereits in einer anderen Community Mitglied gewesen sein.

Welche Use-Cases, welche Anwendungsfälle oder -szenarien kann man zur Zeit schon mit Deinen/Euren Baukästen umsetzen und welche Pläne gibt es für die nahe Zukunft?


OU:
Wir spezialisieren uns derzeit auf Use-Cases mit einem organisatorischen Schwerpunkt. Dies spiegeln auch unsere Netzwerke wider. Von Vereinen über themenspezifische Netzwerke bis hin zu Veranstaltungen findet man bei uns jegliche Interpretationen einer Community, die nicht schwerpunktmäßig auf Multimedia, also Bild, Ton & Video setzt. Aber auch
hier entwickeln wir gerade weitreichende Multimediafunktionen, die recht bald online sein werden. Damit werden Multimedia-intensive und z.B. Party bezogene Netzwerke erst wirklich möglich. Wie man also so schön sagt: Da steckt noch eine Menge in der “Pipeline”.

BC: Der Fokus liegt bei uns auf dem offenen und vor allem multimedialen Austausch. Wir bieten in den Communities an, Videos von allen relevanten Videoplattformen einzubinden, Fotos hochzuladen, im Forum zu diskutieren und (Unter-)Gruppen zu bilden. Beispiele für erfolgreiche Communities auf unserer Plattform sind: Berufsgruppen (SEO), Sportler (Sailr.de, Outdoor-Community), Fans (DSDS, FC St. Pauli), Diskotheken (PC69), Politische Communities (Yes, we can change), Alumni-Vereine, Schulklassen…

CF: Auf http://www.tribax.com/ideal-for/ sind unsere Zielgruppen genauer beschrieben. Uns sind nicht nur grössere Communities wichtig, sondern die Möglichkeit für den einzelnen, sich in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen individuell zu präsentieren. Daher haben wir geschlossene Communities, z.B. für Familien oder Ortsgruppen, in die halt nur wenige Mitglieder sollen, die sich aber viel austauschen wollen. In jeder Community kann ein individuelles Profil angelegt werden – das kann von einem Community-Hopper als Nachteil angesehen werden, allerdings ist das genau, was eine Meta-Community von einer normalen mit vielen Gruppen unterscheidet.

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Community im Selbstbau: Ning, Tribax oder six groups?

Ich hatte bereits vergangenen September über die Social Network Baukästen berichtet und jetzt wird es mal Zeit für ein Update.

Auf Techcrunch sind kürzlich neue Erfolgsmeldungen von Ning aufgeschlagen. Die Meldung startet mit “Ning certainly continues to rock and roll…” und das sagt schon fast alles. Ning gilt als DER amerkiansche Netzwerkbaukasten und konnte sich gegen den offenbar ins Nirwana abgerutschten Mitbewerber Flux nicht nur behaupten, sondern wohl auch durchsetzen.

Ning beheimatet zur Zeit über 200.000 Communities (vgl. im September 2007 waren 100.000 vermeldet worden) und kann täglich weitere 1000 hinzuaddieren. Wenn das nicht Rock’n Roll ist. :-)
Das Besucheraufkommen ist entsprechend ordentlich… Comscore meldet 3,1 Millionen uniques im Februar, die rund 71 Millionen page views generiert haben. Teilt man nun die page views durch die Besucher oder die uniques durch die Anzahl Communities, sind die Zahlen gleich nicht mehr so berückend… allerdings darf man wahrscheinlich nicht wirklich so rechnen. Das Gefälle zwischen populären Communities und neuen Gruppen bzw. Rohrkrepierern dürfte relativ hoch sein.

Diesen Monat gab es auf Ning ein umfangreicheres Facelifting in Form eines optischen Redesign und neuer Funktionen.

Bei einer solch steilen Erfolgsgeschichte traut man Ning mittlerweile auch zu ein echtes Business zu sein. Verdient wird einerseits an Werbung und zusätzlich durch den Verkauf von Premiumfunktionen. Allerdings muss man auch die umfangreiche Kapitalausstattung berücksichtigen, die sowohl Marketing als auch die Implementierung neuer Features bequem möglich macht.

Als deutschsprachige Community-Baukästen treten Tribax und six groups an.
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