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In Zahlen: Internationale Internet Trends 2011

Mary Meeker ist (u.a.) bekannt für ihre jährlichen Trendanalysen beim Web 2.0 Summit, dem Ort wo sich laut Spiegel Online einmal im Jahr „die Big Shots der Netzwelt tummeln“ und wo sich alles um „Daten und Informationen“ dreht.

Ihre diesjährige Präsentation bringt keine bahnbrechenden Neuigkeiten oder revolutionären Visionen auf den Tisch. Wer aber auf der Suche nach ein paar handfesten Zahlen in Bezug auf internationale Trends im Internet ist, der findet hier eine Goldgrube. In einer 66-seitigen Slideshow kann man sich mit bergeweise Zahlen und Daten füttern lassen.

Die Themen im Einzelnen:

  1. Globality – we aren’t in Kansas anymore
  2. Mobile – Early Innings, Growth, Still…
  3. User Interface – Text > Graphical > Touch / Sound / Move
  4. Commerce – Fast / Easy / Fun / Savings = more important than ever
  5. Advertising – Lookin’ Good
  6. Content Creation – Changed Forever
  7. Technology / Mobile Leadership – Americans Should Be Proud
  8. Mega-Trend of 21st Century  = Empowerment of People via Connected Mobile Devices
  9. Authentic Identity – The Good / Bad / Ugly. Mostly Good?
  10. Economy – Lots of Uncertainty
  11. USA Inc. – Pay Attention!
  12. Closing Thoughts

Interessant finde ich vor allem die Zahlen zum Thema Advertising bzw. Werbeausgaben im Verhältnis zur Mediennutzung. Das Ungleichgewicht zwischen Print und Internet/Mobile ist noch immer eklatant und es wird spannend zu sehen, wie schnell sich da etwas bewegt. Aber auch das enorme Potential bei Smartphones und Tablets finde ich spannend.

Die komplette Slideshow von Mary Meeker ist bei Scribd zu finden.
Bei Indiskretion Ehrensache gibt es eine gute und auch kritische Zusammenfassung.

Wer gut englisch kann, der kann sich bei youtube von Mary Meeker zeigen lassen, wie man 66 Slides in 20 Minuten und mit kleinen Pannen präsentiert und dabei trotzdem eine gute Figur macht. Ich halte Mary Meeker für blitzgescheit und finde sie sehr beeindruckend.

World Digital Library startet

Die UNESCO und 32 Partnerinstitutionen aus rund 20 Ländern haben die World Digital Library ins Leben gerufen. Ein Projekt, das einzigartige kulturelle und historische Dokumente aus Bibliotheken und Archiven von überall auf der Welt ausstellt, zeigt und zugänglich macht.

Es werden Manuskripte, Kartenmaterial, seltene Bücher, Filme, Tonaufnahmen, Drucke und Fotografien digitalisiert zur Verfügung gestellt. Der Zugriff ist öffentlich und kostenlos.

WDL

Die WDL stellt ihr Angebot momentan in 7 Sprachen bereit, die Inhalte selbst in mehr als 2 Dutzend Sprachen. Ziel ist es alle 193 Mitgliedsländer der UNESCO mit ihrer jeweiligen Kultur und Geschichte in der WDL darzustellen.

Ich bin ziemlich begeistert von der Webseite. Sie eignet sich nicht nur zur Recherche, sie lädt auch einfach zum Schmökern und Lernen ein.

GENESIS-Online: Statistisches Bundesamt lässt sich in die Karten schauen

Oder vielmehr in die Zahlen.

GENESIS-Online ist das neue, auf der Hannover Messe vorgestellte, statistisches Informationssystem des Statistischen Bundesamtes. Oder anders ausgedrückt: eine frei nutzbare Online-Datenbank, die tief gegliederte Ergebnisse der amtlichen Statistik enthält, diese ausgibt und auf Wunsch sogar grafisch aufbereitet.

Der geneigte Zahlenjäger kann nach Herzenslust durch (in 9 Sachgebiete gegliederte) offizielle Zahlen pflügen. Auf Knopfdruck lassen sich Tabellen, Charts und Grafiken anzeigen. Die finalen Outputs lassen sich dann auch noch in verschiedenen Formaten (XLS, HTML oder CSV) abspeichern. Das Ganze ist intuitiv zu bedienen und barrierefrei.

Zusätzlich zu den kostenfreien Angeboten gibt es eine Art Nutzungsabo mit dem weitere ganz chice Features zu haben sind. Beispielsweise ist es möglich ausgewählte Tabellen innerhalb des eigenen Accounts abzuspeichern. Diese werden dann automatisch aktualisiert, sobald neue Zahlen eintreffen. Ein Account kostet 50 Euro pro Jahr.

Erfreulich finde ich die ausdrückliche Erlaubnis zur Nutzung der Daten:

Vervielfältigung und Verbreitung, auch auszugsweise, mit Quellenangabe gestattet.

Bundesarchiv bestückt Wikipedia mit historischen Fotos

Im September letzten Jahres ging das Bundesarchiv mit einem Bestand von rund 60.000 historischen Fotos online. Damit ist ein wunderbarer Ort zum Recherchieren und Stöbern entstanden, aber was die Nutzung der Fotos anbelangte, habe ich da mehr Fallstricke als klare Aussagen gefunden. Siehe hierzu den Artikel Fotobürokratie aus dem Bundesarchiv-Onlineshop (vom 15.09.07).

Nach Verhandlungen von über einem Jahr wollen nun Bundesarchiv und Wikipedia kooperieren. Das Bundesarchiv stellt hierfür über 100.000 Fotos der Wikipedia zur Verfügung. Im Gegenzug erwartet man sich Reichweite, eine Steigerung des Bekanntheitsgrades und auch das Schließen von Wissenslücken.

Neu ist indes auch, dass man die Fotos eigens für die Kooperation unter die Creative Commons Lizenz gestellt hat. Die Standard-Lizenz der Organisation Creative Commons namens CC-BY-SA besagt, dass die Bilder kostenlos verwendet und weiterverbreitet werden dürfen – auch kommerziell.

Quellen:
golem.de
silicon.de

Google Blog Überflieger

Zählt man die länderspezifischen Publikationen mit, dann scheint Google eine Trillion Blogs zu schreiben. Viel zu viele, um sie alle im Feedreader zu haben und viel zu viele um den Überblick zu behalten.

Wer trotzdem gerne mal schnell die aktuellen Headlines überfliegen möchte, dem bietet seit kurzem Overflight einen nützlichen Service. Es handelt sich zwar “nur” um eine Demonstration, aber diese ist bereits ein ausgewachsener Google Blognews Aggregator.

Immerhin 74 offizielle Google Blogs werden per RSS getrackt und man kann die Überschriften in 5 Tabs wunderbar überfliegen. Es gibt Zusammenstellungen zu den Themen Produkte, Werbung, Entwickler und Regionen und einen TAB für den googleweiten Überblick.

Sehr schöne Sache. :-)

overflight