Laut einer Meldung auf Golem muss der Fürther Verlag Computec Media sein Vista-Magazin einstellen. Als Gründe nennt Thilo Bayer (Objektleiter Windows Vista: Das Offizielle Magazin) folgende:
‘Die Entscheidung zur Einstellung von Windows Vista: Das Offizielle Magazin wurde wesentlich dadurch beeinflusst, dass Windows Vista als Betriebssystem die hohen Erwartungen bis heute nicht erfüllt hat.’
Johannes Sevket Gözalan, Vorstandsvorsitzender der Computec Media AG, wird in der Pressemitteilung des Verlags folgendermassen zitiert:
‘Auf Grund der unerwartet schlechten Marktsituation des Fokusthemas gibt es keine Notwendigkeit mehr für ein eigenes Printmagazin. Trotz der hervorragenden redaktionellen Qualität des Magazins ist die Zielgruppe der Windows-Vista-User einfach zu klein, um rentable Vertriebszahlen zu erwirtschaften’
Langjährigen Windowsnutzern ist es ja unweigerlich vertraut, dass Microsoft bugverseuchte Betas in den Markt drückt und erst später nachbessert. Das Trauerspiel mit Vista schlägt allerdings aus meiner Sicht alle bisher dagewesenen Rekorde seit Version 3.0. Microsoft selbst ist ja inzwischen schon in einigen Punkten zurückgerudert. Dass jetzt sogar Printmagazine einen frühen Hungertod sterben, habe ich so noch nicht bewusst erlebt. Hasta la Vista, Baby!
Im Vorgriff auf den Internationalen Tag der Pressefreiheit am morgigen 3. Mai hat Freedom House aktuelle Daten ihrer jährlichen Gesamtübersicht zur weltweiten Pressefreiheit veröffentlicht. Die aktuelle Version von “Freedom of the Press 2008″ weist auf Verschlechterungen hin und zieht im 6. Jahr in Folge eine negative Bilanz.
Mir war – ehrlich gesagt – die Dimension nicht wirklich klar.
Wer beim folgenden Tortendiagramm nicht mindestens schlucken muss, der…
ach, schaut selber:

Weltweit nach Bevölkerung
18% leben in Pressefreiheit
40% in Ländern die z.T. Pressefreiheit gewähren
42% in Ländern ohne Pressefreiheit
Die Quelle des Diagramms ist ein Worddokument von Freedom House mit weiteren Statistiken.
Die Übersicht aller downloadbaren Dokumente gibt hier… unter anderem z.B. eine Landkarte der Pressefreiheit.
Die Frage stellte sich kürzlich Ades und er hatte den Verdacht, dass Alphablogger gar keine Zeit haben andere Blogs zu lesen, weil sie mit ihrem eigenen Blog und ihren Projekten beschäftigt sind. Um der Frage auf den Grund zu gehen hat er kurzerhand bei einigen bekannten amerikanischen Bloggern nachgefragt.”Wieviele Blogs liest du täglich”, war die Frage die er gestellt hat.
Folgende Antworten hat er bekommen:
Jeremy Schoemaker (shoemoney): ich lese techcrunch, davidnaylor, seoblackhat, jensense, copyblogger, problogger, mmajunkie und das war’s so in etwa.
Michael Arrington (techcrunch): ich lese keine Blogs, nicht genug Überprüfung der Fakten, zu viel Emotion und Drama.
Yaro Starak (entrepreneurs-journey): Normalerweise keine, aber alle paar Tage nehme ich mir etwas Zeit für 5-10 der wichtigsten Blogs meiner Branche.
Darren Rowse (problogger): Ich verfolge um die 700 Blogs – wenngleich ich diese nicht alle lese (ich scanne) und das würde ich auch nicht täglich tun. Ich habe ungefähr 50 auf meiner täglichen Leseliste, der Rest ist eher wöchentlich.
So richtig eindeutig ist dieses Ergebnis nicht, aber es scheint zumindest relativ hochprozentig so zu sein, dass wichtige und bekannte Blogger wenige andere Blogs täglich lesen.
Wenn man täglich Hunderte anderer Blogs liest, wo soll man dann die Zeit für eigene Blogbeiträge noch hernehmen?
Oder anders gefragt, ist es vielleicht so, dass Alphablogger gerade deshalb so erfolgreich sind, weil sie eben nicht tonnenweise andere Blogs lesen, sondern sich auf das Wesentliche konzentrieren?
Wenn ich die Antworten oben so lese, dann bekomme ich schon die Idee, dass meine über 200 Blogs im Feedreader in gewisser Weise eine Erfolgsbremse sein könnten. Ich “vertrödele” schon eine Menge Zeit damit andere Blogs zu lesen.
Aber ist die Zeit wirklich vertrödelt?
Was meint ihr dazu?
Da mir immer wieder tierische Inhalte begegnen, die ich erwähnenswert oder einfach nur nett und witzig finde… und da dieser Kram nicht wirklich auf diesen Blog passt, habe ich mich entschlossen einen Zweitblog dafür einzurichten.
Wer also Lust hat auf Katzencontent, Hundecontent und tierische Inhalte rund um Pelzwürste aller Arten, der ist eingeladen mich auf pelzwurst.de zu besuchen.
Das Killer-Schlagwort ist “content is king” und unbestritten hängt der Erfolg oder Misserfolg von Blogs massgeblich von den angebotenen Inhalten ab. Inhalte können langweilig oder spannend sein, ausgelutscht oder neu…wie auch immer, sie sind direkt an den Leser gerichtet und damit das zentrale Mittel der Ansprache. Wer sich mit Inhalten keine Mühe gibt, kann es komplett und a priori vergessen eine geneigte Leserschaft aufzubauen.
Aber was, wenn die Beachtung fehlt?
Ohne Attention, ohne Beachtung und Aufmerksamkeit versickern auch die spannensten Themen, die brilliantesten Gedanken unbemerkt im Datenstrom. Dieses Schicksal betrifft gar nicht mal nur solche Neulinge wie mich. Es scheint in der Regel so zu sein, dass die Größe der Leserschaft auch den Attention-Rank bestimmt… und sehr oft heisst es da “the winner takes it all”.
Der Amerikaner nennt diese Situation einen “catch 22″, hierzulande ist es “eine Katze die sich in den Schwanz beisst…”. Ohne spannende Themen, ohne compelling content keine Aufmerksamkeit … ohne Aufmerksamkeit keine Leser.
Wenn man als gegeben ansieht, dass die Zeit eines jeden Bloggers begrenzt ist… wie könnte nun eine Strategie aussehen?
Sollte man sich auf den Content konzentrieren und darauf warten, dass die Beachtung sich von alleine entwickelt? Welche Kompromisse sollte man eingehen, um Aufmerksamkeit zu erzeugen? Muss man Kompromisse eingehen? Oder sollte man sich ganz auf die Beachtung konzentrieren und dafür am Content ein paar Abstriche machen? Fasst man beides mit compelling content zusammen? Also Inhalten an denen keiner vorbei kommt? Weiterlesen
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