Dies und Das

Telekom Navigationshilfe

Heise meldet heute, dass die Telekom sich nun nach diversen anderen Anbietern (Hansenet, Kabel Deutschland) als DNS-Umleiter auf die eigenen Suchseiten betätigt.

Gibt man als Telekomkunde eine URL ein, die nicht existiert, landet man auf einer Navigationshilfe. Wie nett.

Die Navigationshilfe besteht aus dem Suchschlitz der hauseigenen (gebrandeten) Suche.

navigationshilfe

Wenn die gesuchte URL nicht ganz so abstrus ist, wie die in meinem Screenshot, dann bekommt man auch direkt noch Werbung untergejubelt. Wer hätte das gedacht. :->

Was mit einer solchen Landing Page an Dollares zu holen ist, mag ich mir gar nicht ausmalen… knurr.

Immerhin: man kann den Zauber noch abstellen. Hierzu muss man sich ins Kundencenter einloggen… den neuen Menüpunkt “Navigationshilfe” aufrufen und dort den Zauber beenden. Damit die Änderung auch Wirkung zeigt muss man dann noch die DSL Verbindung trennen und neu starten.

Tolle Wurst.

Im heise Forum wird schon kollektiv gekotzt geschimpft.

Vorläufig Finger weg vom Internet Explorer

Wie Heise heute Abend meldet, ist es momentan fahrlässig mit dem Internet Explorer zu surfen. Dabei ist es völlig egal welche Version man benutzt!

Eine Sicherheitslücke, die in allen Versionen vorkommt und die von MS noch nicht geschlossen wurde macht es möglich, dass sich ein sogenannter Zero-Day-Exploit zur Zeit massiv im Netz verbreitet. Sogar Server, die man normalerweise als vertrauenswürdig einstufen würde, sind teilweise betroffen.

TrendMicro meldet momentan 6.000 durch SQL Injection infizierte Sites. Die Anzahl der verseuchten Seiten steigt derweil rasant.

Auch mit aktueller Anti-Virensoftware und vorsichtigem Klickverhalten kann man sich nicht sicher fühlen.

Verschiedene Anti-Virenprogramme sind noch nicht mit entsprechenden Erkennungssignaturen ausgestattet und (diesmal) reicht allein das Öffnen einer verseuchten Seite um sich mit Schadsoftware zu infizieren.

Die einzig sinnvolle Massnahme ist es zur Zeit den Internet Explorer komplett zu meiden und alternative Browser wie Firefox, Opera oder Safari zu benutzen.

Jetzt mehrsprachig: QR Codes kostenlos online selbst erzeugen

Heute ist mir ein multilingualer Codegenerator für QR Codes über den Radar gewandert. Qurify ist ein wunderbar einfaches und trotzdem komfortables Tool für alle, die gerne mal mit QR Codes spielen und vor allem selber welche erzeugen wollen.

Das Besondere an dem Tool ist, dass es nicht nur in englisch, sondern auch in deutsch, niederländisch, italienisch und russisch zur Verfügung steht.

qurify

Ich hatte im März schon mal etwas ausführlicher zum Thema QR Codes in Deutschland geschrieben. Wer also weiterführende Infos sucht ist eingeladen dort mal zu schauen. :-)

via 2d code magazine

Schlag gegen Botnetze: massiver SPAM-Rückgang

Seit vergangenem Dienstag ist das weltweite SPAM-Aufkommen massiv zurück gegangen. Nur noch ein Drittel bis ein Viertel der sonst üblichen Masse an SPAM Mails wird derzeit beispielsweise in der Statistik von SpamCop.net ausgewiesen. Ich hätte es zwar nicht gedacht, aber mit einem Blick in meinen SPAM-Ordner kann ich dies sogar für mich bestätigen. :-)

Wie die Washington Post meldet, wurde am Dienstag der kalifornische Webhosting-Provider McColo vom Netz getrennt. Offenbar haben Spammer in nicht unerheblichem Maße deren Hostinangebote genutzt um Botnetze zu betreiben bzw. zu administrieren. Nach der Trennung vom Netz ging das weltweite Spamvolumen kurzzeitig auf ein Achtel des vorherigen Niveaus runter.

Spamvolumen weltweit

Das sich dieses niedrige Niveau nicht schrecklich lange halten wird liegt in der Natur der Sache. Allerdings zeigt diese Geschichte, dass man mit gezielten Aktionen an den SPAM-Hauptschlagadern auch etwas erreichen kann.

So hat durch den Verlust der McColo-Server beispielsweise die Aktivität von ‘Srizbi’ um schätzungsweise 60 Prozent abgenommen. Srizbi wurde im Mai von Marshal Limited mit geschätzten 60 Milliarden E-Mails pro Tag als größte Spamschleuder der Welt identifiziert.

Quellen:

Silicon.de – Schlag gegen Botnetze
Washington Post – Host of Internet Spam Groups Is Cut Off
Washington Post – Major Source of Online Scams and Spams Knocked Offline

Wie gut konvertiert SPAM?

Dieser Frage sind jüngst Wissenschaftler der University of California in Berkeley in einer Studie nachgegangen. Hierzu bediente man sich Teilen eines echten Netzwerks von 76.000  infizierten Zombierechnern (geschätzte 1,5% des Botnetzes Storm).

Aus 350 Millionen verschickten Spam Mails resultierten gerade einmall 28 Bestellungen. Das ist mit Abstand die mieseste Conversion Rate von der ich jemals gehört habe.

Wenn man allerdings davon ausgeht, dass hier nur ein winziger Anteil des Botnetzes benutzt wurde, dann lässt sich damit trotzdem eine Menge Profit machen. Die Forscher schätzen aufgrund ihrer Zahlen, dass Storm tatsächlich ca. 7.000 Dollar pro Tag und damit rund 3,5 Millionen im Jahr einfährt.

Ich persönlich vermute mal ganz ketzerisch, dass die Forscher wahrscheinlich nicht viel von Landingpage Optimierung verstehen und gehe davon aus, dass hier nur ein Bruchteil der möglichen Conversion Rate erreicht wurde. ;-)