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Bannerplätze selbst vermarkten

Es gibt sehr viele Blogs, die veröffentlichen wie viel Geld sie pro Monat mit verschieden Werbeformen verdienen. Eine zuverlässige Quelle für solche Zahlen ist der Blog “Selbständig im Netz“.

Neben Adsense, Trigami und Partnerprogrammen tauchen immer wieder selbst verkaufte Werbeplätze in den aufgeschlüsselten Listen auf. Die Selbstvermarktung von Bannerplätzen ist eine interessante Strategie und gleichzeitig der Bereich, der irgendwie im Dunkel bleibt. Natürlich kann man u.U. sehen wer Werbung auf dem Blog schaltet (wenn’s nur der eine Blog ist), aber an Informationen darüber, wie man mögliche Werbepartner aquiriert kommt man nirgends so richtig.

Über alle dem schwebt Rober Basic, der (nach eigenen Angaben) gar nicht aktiv auf mögliche Werbepartner zu gehen muss, denn die Willigen melden sich bei ihm. Wie beneidenswert!

Große und besucherstarke Webseiten hatten scheinbar noch nie ein Problem Werbepartner zu finden. Ist man groß genug, kann man sich sogar einen Vermarkter suchen, der die vielleicht lästige aber in jedem Fall zeitaufwändige Aquise übernimmt.

Aber was ist mit den vielen kleineren Blogs?

Sind diese alle uninteressant für Bannerwerbung?
Ich denke nicht, denn es gibt sicher eine große Anzahl kleiner Agenturen, kleiner Gewerbetreibender etc. die mit kleinen Werbebudgets auch versuchen müssen das Beste zu erreichen. Ausserdem sehe ich ein hohes Potenzial auch innerhalb der Szene… es gibt genug Anbieter von kostenpflichtigen Diensten und Tools, die auch nicht gerade nur mit Key Accounts spielen.

Was liegt also näher, als eine Vermarktungsplattform für Blogs zu schaffen?

Das Ding muss IMHO selbstorganisiert sein, es soll keiner als Zwischenhändler auftreten und es soll auch keiner die Hand aufhalten. Es soll mehr Community- als Kleinanzeigencharakter haben, weil ich mir wünsche, dass auch Raum für Kollaborationen und Diskussionen bleibt. Zum Beispiel könnte ein Zusammenschluss von Katzenblogs sicher mehr erreichen, als ein einzelner Katzenblog… aber wie will man sich bisher zusammenschliessen?

Die Zielgruppe sind auf Seiten der Publisher kleine bis mittelgroße Blogs…die KMUs der Blogosphäre sozusagen. Als Zielgruppe im Lager der Werbenden sehe ich ebenfalls die KMUs. Kleine Agenturen und Werber, die mit kleinem Budget auf Blogs setzen möchten. Denkbar sind sowohl Einzelbuchungen, Buchung von verpartnerten Themenblogs, als auch kleinere Kampagnen.

Fehlt nur noch die Plattform?

Ich habe eine Community bei mixxt angelegt, die den schlichten Namen “125×125″ trägt und die als Plattform für Bannershopping, Blogsponsoring und Blogvermarktung dienen soll. Es ist eine Anmeldung dafür erforderlich, die Teilnahme selbst ist kostenlos. Teilnehmen kann jeder, der gerne Bannerplätze selbst vermarkten möchte, der gerne Bannerplätze auf Blogs mieten möchte oder der sich für Diskussionen rund um dieses Thema interessiert.
Unter 125×125.de findet ihr den Blog zur Community.

Ich lade Euch ein zu einem Flug unterhalb des Radars der großen Vermarkter.

Nachgefragt: Interview mit mixxt, six groups und tribax

Mein Versuch die Unterschiede der deutschen Social-Networkbaukästen herauszuarbeiten hat letztlich (für mich) zu mehr Fragen als Antworten geführt. Über Zukunftspläne aber auch z.B. Ideen zur Monetarisierung habe ich im Netz noch wenig bis nichts gefunden. Und da in meinem Artikel mixxt auch noch gänzlich unerwähnt geblieben ist (bis auf die Kommentare), habe ich die Initiative ergriffen und die 3 Macher der deutschen Selbstbau-Communities mixxt, six groups und tribax zur Beantwortung von 5 Fragen gebeten.

Oliver Ueberholz (mixxt), Bahne Carstensen (six groups) und Christian Fenner (tribax) waren so freundlich mir meine Fragen zu beantworten und ich hoffe mit diesem Interview etwas mehr Licht ins Halbdunkel der Communitybaukästen zu bringen.

Here you go:

Das Konzept des Social Network Baukastens ist sehr abstrakt. Aus meiner Sicht kann man das zur Zeit nur solchen Leuten in 3 Sätzen erklären, die ohnehin ausgesprochen webaffin und technikverliebt sind. Wie sehen Deine/Eure Pläne aus auch die breitere Masse im Web und vor allem die Offlinewelt anzusprechen. Soll da nur die Zeit (in der sich das Prinzip durchsetzt) das Verständnis bringen?

Oliver Ueberholz (OU): Nicht nur. Die Zeit arbeitet im Gegensatz zu den meisten Communities und Social Networks für uns, aber dennoch muss der Nutzen von Social Network Baukästen erklärt werden. Wir setzen dabei auf gute Referenznetzwerke, die als Beispiel und Multiplikator dienen. Da finden sich bei uns bereits zahlreiche Netzwerke, wie z.B. die meisten Barcamps, Themecamps (Educamp, Typo3Camp usw.), das Startupweekend, Excellent oder auch das offizielle Netzwerk zur re:publica08. Damit wird es einfacher, aber das Basistraining der drei Sätze wird auch täglich verfeinert ;)

Bahne Carstensen (BC): Die Zeit spielt natürlich für uns. Schon jetzt besuchen mehr als 45% der deutschen Internetnutzer Social Networks. Damit werden die Vorteile dieser Kommunikationsform mehr und mehr Menschen bekannt. Dass es sich lohnen kann, eine eigene Community mit den Funktionsweisen von Social Networks für seine eigenen Zwecke zu starten, ist in der Tat noch ein etwas weiterer Weg. Wir hoffen aber nicht alleine auf die Zeit, sondern bringen in Kürze die six groups Communities da hin, wo sich ein großer Teil der Internet-Surfer bereits heute tummelt. Nämlich auf den unterschiedlichsten Websites.

Christian Fenner (CF): Das sehe ich genauso: Es ist nicht leicht, eine Community zu erklären. Ich glaube nicht, dass es Sinn macht, Netzwerken ohne grundsätzlichen Bezug zum Thema versuchen zu überzeugen. Jeder, der eine Community gründen will, sollte bereits in einer anderen Community Mitglied gewesen sein.

Welche Use-Cases, welche Anwendungsfälle oder -szenarien kann man zur Zeit schon mit Deinen/Euren Baukästen umsetzen und welche Pläne gibt es für die nahe Zukunft?


OU:
Wir spezialisieren uns derzeit auf Use-Cases mit einem organisatorischen Schwerpunkt. Dies spiegeln auch unsere Netzwerke wider. Von Vereinen über themenspezifische Netzwerke bis hin zu Veranstaltungen findet man bei uns jegliche Interpretationen einer Community, die nicht schwerpunktmäßig auf Multimedia, also Bild, Ton & Video setzt. Aber auch
hier entwickeln wir gerade weitreichende Multimediafunktionen, die recht bald online sein werden. Damit werden Multimedia-intensive und z.B. Party bezogene Netzwerke erst wirklich möglich. Wie man also so schön sagt: Da steckt noch eine Menge in der “Pipeline”.

BC: Der Fokus liegt bei uns auf dem offenen und vor allem multimedialen Austausch. Wir bieten in den Communities an, Videos von allen relevanten Videoplattformen einzubinden, Fotos hochzuladen, im Forum zu diskutieren und (Unter-)Gruppen zu bilden. Beispiele für erfolgreiche Communities auf unserer Plattform sind: Berufsgruppen (SEO), Sportler (Sailr.de, Outdoor-Community), Fans (DSDS, FC St. Pauli), Diskotheken (PC69), Politische Communities (Yes, we can change), Alumni-Vereine, Schulklassen…

CF: Auf http://www.tribax.com/ideal-for/ sind unsere Zielgruppen genauer beschrieben. Uns sind nicht nur grössere Communities wichtig, sondern die Möglichkeit für den einzelnen, sich in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen individuell zu präsentieren. Daher haben wir geschlossene Communities, z.B. für Familien oder Ortsgruppen, in die halt nur wenige Mitglieder sollen, die sich aber viel austauschen wollen. In jeder Community kann ein individuelles Profil angelegt werden – das kann von einem Community-Hopper als Nachteil angesehen werden, allerdings ist das genau, was eine Meta-Community von einer normalen mit vielen Gruppen unterscheidet.

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Gesetzentwurf gegen Behavioral Targeting könnte die Online-Werbelandschaft nachhaltig verändern

Der New Yorker Abgeordnete Richard L. Brodsky hat einen Gesetzentwurf eingereicht, der es bestimmten Big Playern im Tracken von Nutzerdaten – wie Google, Yahoo, AOL oder Microsoft – verbieten will ihr Wissen in zielgerichtete, auf Nutzerverhalten basierende Online-Werbeanzeigen umzusetzen (behavioral targeting).

Der Gesetzentwurf sieht vor die Nutzung dieser Daten gesetzlich zu verbieten und mit einer noch festzulegenden Geldstrafe zu belegen, sofern der Surfer sich nicht mit der Nutzung seiner Daten einverstanden erklärt hat (Opt-In Verfahren).

Sollte der Gesetzentwurf zu geltendem Recht von New York werden, so hätte das sehr schnell auch nationale Auswirkungen, denn wer will verhindern, dass Bürger des Staates New York eine bestimmte Website anderswo im Land aufsuchen? Damit wären rasch Online-Advertisern in den gesamten USA die Hände gebunden. Da es in diesem Bereich bisher keine Gesetzgebung auf Bundesebene gibt, könnte diese Geschichte natürlich auch zu einem interessanten Präzedenzfall werden.

Unverhoffte Unterstützung erfährt Brodsky unterdessen von Microsoft. Von Microsoft kam nämlich der Vorschlag nicht allein auf das sogenannte behavioral targeting zu “zielen”, sondern den Gesetzentwurf auf alle Firmen auszuweiten, die Anzeigenwerbung im Internet anbieten. Diese Änderung würde ein Gesetz schaffen, das sehr viel deutlicher Erzfeind Google auf die “Abschussliste” setzt.

Quellen:
PC World
New York Times

Microsofts Valentinstag-Shuffle

Am gestrigen Valentinstag hat Microsoft seine Strukturen neu geordnet oder auf fast neudeutsch eine “corporate reorganization” bekanntgegeben. Wer sich die Veränderungen näher ansehen möchte und dabei auch gerne einen recht großformatigen Blick auf die Nasen werfen möchte, der tut dies in der “Who’s Hot and Who’s Not” Slideshow von Bill Veghte.
Unterhalb von immerhin 500×700 Pixel großen Fotos kann man nachlesen wer die Gewinner und die Verlierer in den Hierachien sind.

Geldbeschaffung 2.0

Der Kreditmarkt ist nicht nur im Internet einer der am heftigsten umkämpften Märkte. Kreditangebote gibt es zuhauf und es ist nicht immer einfach seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Wer windigen Finanzdienstleistern nicht ins Netz gehen will, der kann sich nur auf das Onlineangebot von normalen Banken mit bekannten Namen verlassen.

Eine Alternative dazu bietet seit einiger Zeit smava. Hierbei handelt es sich um ein Plattform zur Vermittlung von privaten Krediten – quasi von Mensch zu Mensch… eine Art ebay für Kredite. Das Unternehmen ist durchaus potent und über die Seriösität kann man mittlerweile an vielen glaubwürdigen Stellen nachlesen. Dass es für alternative Möglichkeiten der Kreditbeschaffung einen Markt gibt, beweisen nicht nur 25000 Mitglieder, die die Plattform anziehen konnte, sondern auch die 1.000.000 Euro vermittelte Kreditsumme im ersten halben Jahr.

Eine weitere alternative Möglichkeit der Geldbeschaffung – oder eine weitere “social lending platform” – hat nun kürzlich mit pfandy das Beta-Licht der Web 2.0 Welt erblickt. Hierbei handelt es sich um ein Online-Pfandhaus oder eine Online-Pfandleihe. Ähnlich wie in einem klassischen Pfandhaus können Gegenstände bzw. Wertsachen als Sicherheit hinterlegt werden und man bekommt dafür eine bestimmte Menge Bargeld angeboten bzw. ausgezahlt. Bei pfandy läuft das so, dass potentielle Geldgeber in der Tat auf Wertsachen bieten können und der Besitzer kann sich am Ende den gewünschten Geldgeber aussuchen. Die verpfändbaren Gegenstände werden im Wiki von pfandy folgendemassen beschrieben:

[...] eine wertbeständige Sicherheit, z.B. Schmuck, hochwertige Armbanduhren oder neuwertige technische Geräte z.B.
* Digitalkameras
* Notebooks
* Gold- oder Brilliantenschmuck
* Goldbarren und Münzen
* Taschen- und Armbanduhren
* Diamanten und Edelsteine [...]

Das klingt nach klassischem Pfandhaus…allerdings kann man in den Rubriken sehen, dass die Möglichkeiten um einiges darüber hinaus gehen. So ist es ebenfalls möglich z.B. Immobilien, Fahrzeuge, Industriemaschinen und sogar Kleidung anzubieten. Das Anbieten von Gegenständen ist bei pfandy kostenlos, allerdings wird für abgeschlossene Transaktionen eine Provision von 2% erhoben.