Der New Yorker Abgeordnete Richard L. Brodsky hat einen Gesetzentwurf eingereicht, der es bestimmten Big Playern im Tracken von Nutzerdaten – wie Google, Yahoo, AOL oder Microsoft – verbieten will ihr Wissen in zielgerichtete, auf Nutzerverhalten basierende Online-Werbeanzeigen umzusetzen (behavioral targeting).
Der Gesetzentwurf sieht vor die Nutzung dieser Daten gesetzlich zu verbieten und mit einer noch festzulegenden Geldstrafe zu belegen, sofern der Surfer sich nicht mit der Nutzung seiner Daten einverstanden erklärt hat (Opt-In Verfahren).
Sollte der Gesetzentwurf zu geltendem Recht von New York werden, so hätte das sehr schnell auch nationale Auswirkungen, denn wer will verhindern, dass Bürger des Staates New York eine bestimmte Website anderswo im Land aufsuchen? Damit wären rasch Online-Advertisern in den gesamten USA die Hände gebunden. Da es in diesem Bereich bisher keine Gesetzgebung auf Bundesebene gibt, könnte diese Geschichte natürlich auch zu einem interessanten Präzedenzfall werden.
Unverhoffte Unterstützung erfährt Brodsky unterdessen von Microsoft. Von Microsoft kam nämlich der Vorschlag nicht allein auf das sogenannte behavioral targeting zu “zielen”, sondern den Gesetzentwurf auf alle Firmen auszuweiten, die Anzeigenwerbung im Internet anbieten. Diese Änderung würde ein Gesetz schaffen, das sehr viel deutlicher Erzfeind Google auf die “Abschussliste” setzt.
Quellen:
PC World
New York Times
Der Kreditmarkt ist nicht nur im Internet einer der am heftigsten umkämpften Märkte. Kreditangebote gibt es zuhauf und es ist nicht immer einfach seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Wer windigen Finanzdienstleistern nicht ins Netz gehen will, der kann sich nur auf das Onlineangebot von normalen Banken mit bekannten Namen verlassen.
Eine Alternative dazu bietet seit einiger Zeit smava. Hierbei handelt es sich um ein Plattform zur Vermittlung von privaten Krediten – quasi von Mensch zu Mensch… eine Art ebay für Kredite. Das Unternehmen ist durchaus potent und über die Seriösität kann man mittlerweile an vielen glaubwürdigen Stellen nachlesen. Dass es für alternative Möglichkeiten der Kreditbeschaffung einen Markt gibt, beweisen nicht nur 25000 Mitglieder, die die Plattform anziehen konnte, sondern auch die 1.000.000 Euro vermittelte Kreditsumme im ersten halben Jahr.
Eine weitere alternative Möglichkeit der Geldbeschaffung – oder eine weitere “social lending platform” – hat nun kürzlich mit pfandy das Beta-Licht der Web 2.0 Welt erblickt. Hierbei handelt es sich um ein Online-Pfandhaus oder eine Online-Pfandleihe. Ähnlich wie in einem klassischen Pfandhaus können Gegenstände bzw. Wertsachen als Sicherheit hinterlegt werden und man bekommt dafür eine bestimmte Menge Bargeld angeboten bzw. ausgezahlt. Bei pfandy läuft das so, dass potentielle Geldgeber in der Tat auf Wertsachen bieten können und der Besitzer kann sich am Ende den gewünschten Geldgeber aussuchen. Die verpfändbaren Gegenstände werden im Wiki von pfandy folgendemassen beschrieben:
[...] eine wertbeständige Sicherheit, z.B. Schmuck, hochwertige Armbanduhren oder neuwertige technische Geräte z.B.
* Digitalkameras
* Notebooks
* Gold- oder Brilliantenschmuck
* Goldbarren und Münzen
* Taschen- und Armbanduhren
* Diamanten und Edelsteine [...]
Das klingt nach klassischem Pfandhaus…allerdings kann man in den Rubriken sehen, dass die Möglichkeiten um einiges darüber hinaus gehen. So ist es ebenfalls möglich z.B. Immobilien, Fahrzeuge, Industriemaschinen und sogar Kleidung anzubieten. Das Anbieten von Gegenständen ist bei pfandy kostenlos, allerdings wird für abgeschlossene Transaktionen eine Provision von 2% erhoben.
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