Einen Chefsessel und einen Kaffee, bitte!

Bei “Selbständig im Netz” gibt es eine Bürostuhl-Blogparade und da ich mich auch gerade mal wieder mit der Anschaffung eines neuen Bürodrehstuhls befasse, kommt mir das Thema sehr gelegen. Da es bei Peer auch noch einen 50,00-Euro-Gutschein zu gewinnen gibt, hoffe ich sogar auf ein kleines Sessel-Sponsoring. ;)

Als WebworkerIn ist man eigentlich nicht an ein Büro, einen Schreibtisch oder gar einen Bürodrehstuhl gefesselt. Es ist problemlos möglich sich mit Laptop und Handy im nächsten Cafe niederzulassen, im Zug das Büro-Equipment auszupacken oder einfach auf dem Sofa zu lümmeln.

Meine Realität ist die, dass ich dennoch täglich sehr viele Stunden am Schreibtisch verbringe und damit sehr viele Stunden auf meinem Bürostuhl. Mein Arbeitsplatz ist über Eck angelegt, mit 2 Rechnern und 4 Monitoren und ohne bequemen und ergonomischen Bürodrehstuhl wäre ich ziemlich aufgeschmissen. Umso mehr, weil auch noch mein leicht fortgeschrittenes Alter dazu kommt. LOL. Meine Erfahrung ist, dass man – je älter man wird – schlechte Bürostühle und schlechte Matratzen immer weniger verkraften oder wegstecken kann.

Für mich liegt die Schwierigkeit bei der Auswahl eines geeigneten Bürostuhls darin, dass ich eine kleine Schwäche für Chefsessel habe. Es darf nicht zu protzig sein, aber bitte fett bequem, halbwegs hübsch und natürlich trotzdem nicht schlecht für den Rücken. Ich kann und will auf das Feature der Wippmechanik nicht verzichten und mag es sehr mich manchmal zurückzulehnen und die Füße auf den Tisch zu legen  hochzulegen.

Ich habe keine Lust mich mit DIN Normen, GS-Prüfzeichen und Ergonomie-Anforderungen zu beschäftigen. Es stellt sich aber so dar, dass man gerade im Segment der Chefsessel etwas mehr darauf achten muss was man kauft.

Die meisten Billigteile oder Billiganbieter machen gar keine Angaben darüber, ob die Stühle für eine intensive Nutzung von mindestens 8 Stunden am Tag geeignet sind. Oft sind sie es nicht. Das bedeutet aber nicht gleichzeitig, dass man nur etwas tiefer in die Tasche greifen muss und damit garantiert einen Bürostuhl bekommt, den man bedenkenlos viele Stunden am Tag „besitzen“ kann.

Von einem Anbieter erwarte ich, dass ich gut informiert werde. Ich möchte nicht nur über Abmessungen, Materialien und Farben informiert werden. Ohne Angaben zur Ergonomie würde ich niemals kaufen. Hierzu zähle ich mindestens eine Empfehlung zur maximalen, täglichen Nutzungsdauer. Je nach Gewichtsklasse des „Besitzers“ kann auch eine Angabe über die „maximale Zuladung“ ;) von Bedeutung sein.

Meine persönliche Erfahrung ist die, dass ich einige Jahre mit einem Chefsessel vom Discounter sehr gut gesessen habe. Der Stuhl war sehr robust, aber nach einigen Jahren hat der Lederbezug dann doch gelitten und das Teil war einfach nicht mehr schön anzusehen. In einem Anfall von Wahn und weil es schnell gehen sollte, habe ich mir dann einen Billig-Chefsessel im Baumarkt gekauft. Für den Übergang. Das war ein Fehler. Dieser „Übergang“ dauert schon wieder viel zu lange und mein aktueller Chefsessel ärgert mich nicht nur, er hat seinen Namen gar nicht verdient.

Ich möchte nicht unbedingt ein Monatsgehalt in einen Bürostuhl investieren, aber ein Bürostuhl der 100-Euro-Klasse (oder gar darunter) ist aus meiner Sicht die Lizenz zum Ärgern. Ich erhoffe mir von Peers Blogparade ein paar interessante Aspekte zum Thema und vielleicht den einen oder anderen heißen Tipp.

2 Antworten auf Einen Chefsessel und einen Kaffee, bitte!

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