Momentan kämpfe ich mit massiver Zeitknappheit und muss mir quasi jede Minute Bloggerei vom hauptberuflichen Webworken absparen. In solchen Zeiten ist es noch wichtiger als sonst Prioritäten zu setzen und sich auch einen genaueren Überblick über geleistete Arbeitszeit zu verschaffen.
Als Webworker ist das nicht immer ganz einfach, denn zumindest bei mir ist es so, dass ich gerne mal von Projekt zu Projekt springe, dass eine dringende Änderung mitten in einen Entwurf platzt, dass eine Supportanfrage länger dauert als erwartet oder dass der normale Wahnsinn der telefonischen Unterbrechungen im Rudel aufwartet.
Bereits im April hatte ich einen Post über kostenlose Tools zur Zeiterfassung geschrieben. Da ich ein klein wenig paranoid in Bezug auf die Speicherung unternehmensrelevanter Daten auf fremden Servern bin, kam für mich bisher kein Online-Tool in Frage. Ein weiterer Grund ist sicher, dass ich keine Kollaborationsfunktionen benötige. Ich erfasse nur meine eigene Arbeitzeit an Projekten und im Supportbereich.
Das Programm, das ich bisher benutzt habe, ist ein optisch und technisch schon sehr in die Jahre gekommenes Desktopprogramm gewesen für das ich eigentlich nie einen Ersatz gefunden hatte… bis jetzt.
Ein Artikel auf Golem hat mich auf den inidona Timetracker aufmerksam gemacht.
Das Tool ist sowohl in Technik als auch in der Optik gefühlte 15 Jahre moderner als mein altes Tool, es ist Open Source, arbeitet im Systray quasi im Hintergrund und Bedienbarkeit und Features sind für mich ein echter Kracher.
Eines der herausragenden Features ist sicherlich die automatische Erkennung von Tasks. Der Timetracker lässt sich mit regulären Ausdrücken füttern und ist so in der Lage beispielsweise automatisch zu erkennen, ob man gerade in Gimp einen Entwurf macht oder ob man WordPress mit einem Blogpost quält. Die damit verbrachte Zeit wird dann automatisch im dafür vorgesehenen Projektbereich gebucht.
Eine ganz wunderbare Verbesserung für mich ist auch die automatische Erkennung von Abwesenheit nach einem einstellbaren Timeframe. Dauert das Kaffeeholen länger, merkt inidona das und man kann die “anders verbrachte” Zeit auch entsprechend anders verbuchen. Das ist sehr praktisch!
Nicht nur schick, sondern auch super nützlich ist die eingebaute Zeitauswertung. Hier gibt es nicht nur Tabellen, sondern auch Grafiken für den schnellen Überblick.
Nach nur ganz wenigen Testtagen bin ich von inidona Timetracker so massiv begeistert, dass mein altes Tool schon den Weg in die ewigen Jagdgründe genommen hat. RIP.
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Ich glaube da bleibe ich altmodisch, ich schreibe alle Zeiträume in meinen Terminkalender um anschließend den Aufwand einschätzen zu können.
Ich privat nutze keine Tools für die Zeiterfassung. In der Agentur sind wir verpflichtet mit einem Tool zu arbeiten, um letztendlich zu wissen, was an Zeit für ein Projekt drauf gegangen ist. Dafür hatten wir http://www.tickspot.com lange genutzt, was kostenpflichtig ist. Seit kurzem nutzen wir eine eigenprogrammierte Anwendung, die dem Tickspot sehr ähnelt.
Ich kenne nur Agenturen, die ihre eigenen kleinen Zeiterfassungstools nutzen. Ist ja auch schnell programmiert sowas…
Beste Grüße
Martin von www.cleanthinking.de
Bei 5-10 Euro pro Monat und Nutzer programmiere ich bestimmt kein Tool nach. Kein Wunder das viele Agenturen nicht aus den Startlöchern kommen. Da verwende ich die Zeit lieber für einen bezahlten Kundenauftrag und erfasse meine Zeit mit einem bequemen Tool.