Egal ob Offline-Unternehmer oder Webworker, wer bisweilen Kundentermine wahrnehmen muss oder wer hin und wieder nicht nur virtuell sondern auch ganz real netzwerken möchte, für den gehören Visitenkarten zur geschäftlichen Grundausstattung.
Man braucht sie lange bevor Flyer, Prospekte oder andere Drucksachen benötigt werden. Manchmal bleiben Visitenkarten sogar die einzige Drucksache, die jemals von einem Unternehmen existiert… der einzige Anker in die reale oder begreifbare Welt. Dennoch wird selten besonderer Wert auf Design, Gestaltung und Ausstattung gelegt.
Vor einigen Jahren – noch bevor Desktop Publishing in aller Munde, geschweige denn erschwinglich war – gab es diese Automaten. Ähnlich wie Passfotoautomaten waren sie in Einkaufspassagen zu finden und man konnte über eine Tastatur den gewünschten Text eingeben und zwischen 3 Schriftarten wählen. Für ein paar Mark Fuffzich wurden dann einfachste, monochrome Visitenkarten ausgespuckt. Die Papierqualität war so erbärmlich wie der ganze Rest.
Etwas später – als die Tintenstrahldrucker schon in fast jedem Haushalt aufgeschlagen waren – gab es dann wunderbare Designprogramme, die es jedem Heimanwender möglich machten vorgestanzte und perforierte Visitenkartenbögen – bunt und mit Pixelgrafiken verziert – zu bedrucken.
Heute gibt es in dieser Klasse Webbaukästen mit ausufernder Designauswahl, die für sehr kleines Geld große Mengen Bedrucktes liefern. Auch wenn diese Karten heute nicht mehr unbedingt handgenagt aussehen, so läuft man mit einem Design von der Stange dennoch Gefahr sich unangenehm als Sparbrötchen zu outen. Nämlich dann, wenn auf der Visitenkartenparty gleich mehrere Gäste (am besten noch unterschiedlicher Gewerke) mit dem selben Billigdesign auf der Karte auftauchen.
Ich sehe aber auch zuweilen immer noch die selbstgedruckten Exemplare. Nicht etwa von Künstlerhand oder mundgeblasen, sondern einfach lieblos und ohne jede Inspiration.
Verstehen kann ich das nicht.
In Zeiten von Internetdruckereien sollten die Druckkosten für 500 oder 1000 Visitenkarten für den kleinsten Kleinunternehmer erschwinglich sein. Auch wenn die eigene Kreativität zu nicht viel mehr als Einfachheit reicht, so bekommt man hier doch zumindest in Bezug auf Druckqualität und Haptik ein annehmbares Ergebnis. Ich würde sagen, dass man mit einem Budget von 50 bis 100 Euro auskommen kann, sofern man nicht furchtbar viel Hilfe benötigt.
Wer sich gerne mit einem individuellen oder sogar ausgefallenen Design präsentieren möchte, der muss in aller Regel etwas tiefer in die Tasche greifen. Neben den Kosten für das Design schlägt sich jede Abweichung vom Standard natürlich auch in den Druckkosten nieder. Wenn man es gut macht (oder machen lässt) hält man aber im Ergebnis nicht nur eine Visitenkarte, sondern ein ausgewachsenes Marketinginstrument in Händen.
Wer Inspiration zur Gestaltung von Visitenkarten sucht, wer sehen möchte wie individuell eine Visitenkarte sein kann, wie gut sie zum Gewerk passen und wie umwerfend unvergesslich sie sein kann, für den habe ich einige Links zusammen gestellt.
Visitenkarten Galerie bei Flickr mit über 900 außergewöhnlichen Designs.
Der Dzine Blog zeigt in zwei Artikeln insgesamt 63 sehr coole Visitenkartendesigns. Die hier gezeigten Karten schätze ich alle als noch einigermaßen erschwinglich ein.
WebDesignJunkies zeigt eine Auswahl von über 80 zum Teil ausgefallener und abgefahrener Designs.
Der CrazyLeaf Design Blog hat eine Sammlung von 35 spannenden Designs. Hier werden lobenswerterweise die Designer genannt und verlinkt.
creativebits zeigt in 2 Artikeln mehr als 90 inspirierende Ideen. Wie einfach und dennoch zielführend solche Ideen sein können, zeigt im Screenshot die Visitenkarte eines Scheidungsanwalts. So lasse ich mir vorperforierte Karten auch gefallen.
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Unbedingt auch mal in http://visitenkarten.wordpress.com stöbern! Auch da gibt es viel Inspiration. Schöne Grüße
Inspirierende ideen: 300 Visitenkarten aus Kunststoff: transparente, satinierte…
http://www.flickr.com/photos/biglietti_da_visita
Schöne Grüße
Pingback: Ausgefallen und doch bezahlbar: 2 Ideen für Visitenkarten » Visitenkarten, Mini-Cards, Idee, Für, Ideen, Euro, Anbieter, Drucksachen » missfitsbiz
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Wow! Sehr gut gemachte Seite. Endlich mal einige Beispiele dafür, das Design auch die Haptik mit einbezieht!!! Super
Ich bin ein großer Fan von Visitenkarten, wie der mit den Blumensamen zB. Sie hat noch immer das Format einer Visitenkarte und kann deswegen auch ins Portemonnaie, aber sie gibt noch was dazu. Super Idee! Viele andere Visitenkarten sind zwar individuell aber einfach unübersichtlich. Wenn ich schon nach Namen und Telefonnummer suchen muss, dann lass ichs sofort bleiben.
Da heutzutage ja fast jeder Visitenkarten hat, sollte man schon etwas kreativ sein. Die von dir vorgestellten Seiten bieten gute Anregungen. Man sollte an die Übersichtlichkeit denken und daran, dass die karten beim “Empfänger” noch ins Portemonnaie bzw. in die Brieftasche passen solen. Also würd ich persönlich von Materialien wie Plastik abraten, aber beim Design sollte man dann schon seine individuelle Note setzen.