Auf SEOmoz gibt es ein wunderbares 2-seitiges “SEO cheat sheet”-PDF zum Download das als Spickzettel für Webentwickler gedacht ist. Ob man es nun direkt über den Schreibtisch pappt oder als Handout für den Webdesigner benutzt… ich finde es ausgesprochen nützlich.
Die Frage stellte sich kürzlich Ades und er hatte den Verdacht, dass Alphablogger gar keine Zeit haben andere Blogs zu lesen, weil sie mit ihrem eigenen Blog und ihren Projekten beschäftigt sind. Um der Frage auf den Grund zu gehen hat er kurzerhand bei einigen bekannten amerikanischen Bloggern nachgefragt.”Wieviele Blogs liest du täglich”, war die Frage die er gestellt hat.
Folgende Antworten hat er bekommen:
Jeremy Schoemaker (shoemoney): ich lese techcrunch, davidnaylor, seoblackhat, jensense, copyblogger, problogger, mmajunkie und das war’s so in etwa.
Michael Arrington (techcrunch): ich lese keine Blogs, nicht genug Überprüfung der Fakten, zu viel Emotion und Drama.
Yaro Starak (entrepreneurs-journey): Normalerweise keine, aber alle paar Tage nehme ich mir etwas Zeit für 5-10 der wichtigsten Blogs meiner Branche.
Darren Rowse (problogger): Ich verfolge um die 700 Blogs – wenngleich ich diese nicht alle lese (ich scanne) und das würde ich auch nicht täglich tun. Ich habe ungefähr 50 auf meiner täglichen Leseliste, der Rest ist eher wöchentlich.
So richtig eindeutig ist dieses Ergebnis nicht, aber es scheint zumindest relativ hochprozentig so zu sein, dass wichtige und bekannte Blogger wenige andere Blogs täglich lesen.
Wenn man täglich Hunderte anderer Blogs liest, wo soll man dann die Zeit für eigene Blogbeiträge noch hernehmen?
Oder anders gefragt, ist es vielleicht so, dass Alphablogger gerade deshalb so erfolgreich sind, weil sie eben nicht tonnenweise andere Blogs lesen, sondern sich auf das Wesentliche konzentrieren?
Wenn ich die Antworten oben so lese, dann bekomme ich schon die Idee, dass meine über 200 Blogs im Feedreader in gewisser Weise eine Erfolgsbremse sein könnten. Ich “vertrödele” schon eine Menge Zeit damit andere Blogs zu lesen.
Aber ist die Zeit wirklich vertrödelt?
Was meint ihr dazu?
Dass hauptberuflichen Bloggern unter Umständen ein sehr frühzeitiger Tod droht, ist seit dem Artikel in der New York Times und der ausführlichen Verwurstung in der Blogosphäre ja nun bekannt.
Jetzt ist endlich ein Enthüllungsvideo aufgetaucht, das die Zustände in den amerikanischen Ausbeutungsbetrieben aufdeckt und ungeschönt der Weltöffentlichkeit vorführt.
Blogger werden nicht bezahlt, sondern bei Brot und koffeinhaltigen Getränken gehalten und mit der Peitsche angetrieben…
aber seht selbst. (via laughingsquid)
[youtube CgQkKogqHDQ]
Da mir immer wieder tierische Inhalte begegnen, die ich erwähnenswert oder einfach nur nett und witzig finde… und da dieser Kram nicht wirklich auf diesen Blog passt, habe ich mich entschlossen einen Zweitblog dafür einzurichten.
Wer also Lust hat auf Katzencontent, Hundecontent und tierische Inhalte rund um Pelzwürste aller Arten, der ist eingeladen mich auf pelzwurst.de zu besuchen.
Angetriggert durch Peer Wandigers nützlichen Artikel über Gratistools für Webworker hab ich mich etwas mit Tools für die Zeiterfassung beschäftigt.
Als Webworker hat man gemeinhin eine ganze Reihe Projekte, Tasks und Aufgaben zu erledigen. Manche davon werden nach Zeit bezahlt und man muss ohnehin die Manntage oder Stunden festhalten. Andere werden pauschal oder gar nicht direkt bezahlt und man hat immer nur eine ungefähre Ahnung wieviel Zeit tatsächlich in so einem Projekt steckt. Dazu kommt das der Ablauf der Arbeiten meist nicht linear ist. Man springt zwischen Projekten hin und her, surft dazwischen vielleicht oder wird mindestens von ein paar Anrufen unterbrochen.
Der gemeine Stundenzettel erscheint mir schon lange nicht mehr zeitgemäß und Zettel haben (zumindest bei mir) auch noch die Tendenz verloren zu gehen. Was liegt also näher, als sich ein vernünftiges Programm zu suchen, das die mitunter lästige Zeiterfassung nicht nur übernimmt, sondern vielleicht sogar zu einer ganz spaßigen Angelegenheit werden lässt.
Ich stelle einen webbasierten Onlinedienst und ein altmodisches, aber sehr feines Desktoptool vor, die sich beide für die Zeiterfassung andienen.
Peer hat in seinem Artikel den Online-Dienst mite. empfohlen.

Der Dienst ist gratis, richtet sich ausdrücklich an Freelancer und kleine Agenturen und bietet so ziemlich alles was das Herz des Zeiterfassers begehrt. Trotzdem ist die Oberfläche nicht überfrachtet, sondern wirkt angenehm aufgeräumt und fokussiert auf das Wesentliche.
Über einen Account bei mite können sich mehrere Kollegen einloggen und auch Zeit für die gleichen Projekte erfassen, insofern ist mite auch für Teams geeignet. Der kaum schlagbare Vorteil einer webbasierten Lösung ist überdies natürlich, dass man unabhängig von der eigenen Hardware (Server, Desktop, Smartphone, etc) und Software (Win, Mac, Linux, etc.) von überall Zeit erfassen kann und sich auch über Backups keine Sorgen machen muss.
Als Nachteile könnte man ansehen, dass man unter Umständen kritische Unternehmensdaten auf fremden Servern ablegt, dass ein Gratisdienst einem nicht viel garantieren wird und dass die Daten auch noch übers Netz geschickt werden.
Je nach dem wie paranoid jemand ist oder welche Collaboration-Funktionen überhaupt benötigt werden, wird er oder sie es vielleicht vorziehen mit einer Zeiterfassungssoftware zu arbeiten, die einfach auf dem eigenen Rechner liegt.
Für windowsbasierte Systeme gibt es zur Zeiterfassung ein feines, kostenloses Toolchen. Die Software heißt FaJo Timetool und wurde zwar seit 2004 nicht mehr aktualisiert, aber in diesem speziellen Fall halte ich das für ein Qualitätsmerkmal. Naja, ich muss schon zugeben, dass die Optik etwas antiquiert wirkt.

Die Funktionalität ist aber nach wie vor verlässlich und vor allen Dingen sehr bequem und einfach. FaJo erfasst nicht nur die Anzahl Stunden, sondern merkt sich auch Beginn- und Endzeiten (das kann mite. offenbar noch nicht). Ausserdem kann man das Tool jederzeit bequem in der Schnellstartleite bedienen. Mit 2 Klicks kann ich die Zeiterfassung starten, pausieren und beenden. Das erscheint mir persönlich etwas bequemer als mich durch meine 1000 offenen Browserfenster zu suchen. Ausgesprochen nützlich ist ausserdem noch der Datenexport ins CSV Format.
FaJo bleibt vorläufig mein Favorit, aber mite. sollte man sicher im Auge behalten.
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