Der Kreditmarkt ist nicht nur im Internet einer der am heftigsten umkämpften Märkte. Kreditangebote gibt es zuhauf und es ist nicht immer einfach seriöse von unseriösen Angeboten zu unterscheiden. Wer windigen Finanzdienstleistern nicht ins Netz gehen will, der kann sich nur auf das Onlineangebot von normalen Banken mit bekannten Namen verlassen.
Eine Alternative dazu bietet seit einiger Zeit smava. Hierbei handelt es sich um ein Plattform zur Vermittlung von privaten Krediten – quasi von Mensch zu Mensch… eine Art ebay für Kredite. Das Unternehmen ist durchaus potent und über die Seriösität kann man mittlerweile an vielen glaubwürdigen Stellen nachlesen. Dass es für alternative Möglichkeiten der Kreditbeschaffung einen Markt gibt, beweisen nicht nur 25000 Mitglieder, die die Plattform anziehen konnte, sondern auch die 1.000.000 Euro vermittelte Kreditsumme im ersten halben Jahr.
Eine weitere alternative Möglichkeit der Geldbeschaffung – oder eine weitere “social lending platform” – hat nun kürzlich mit pfandy das Beta-Licht der Web 2.0 Welt erblickt. Hierbei handelt es sich um ein Online-Pfandhaus oder eine Online-Pfandleihe. Ähnlich wie in einem klassischen Pfandhaus können Gegenstände bzw. Wertsachen als Sicherheit hinterlegt werden und man bekommt dafür eine bestimmte Menge Bargeld angeboten bzw. ausgezahlt. Bei pfandy läuft das so, dass potentielle Geldgeber in der Tat auf Wertsachen bieten können und der Besitzer kann sich am Ende den gewünschten Geldgeber aussuchen. Die verpfändbaren Gegenstände werden im Wiki von pfandy folgendemassen beschrieben:
[...] eine wertbeständige Sicherheit, z.B. Schmuck, hochwertige Armbanduhren oder neuwertige technische Geräte z.B.
* Digitalkameras
* Notebooks
* Gold- oder Brilliantenschmuck
* Goldbarren und Münzen
* Taschen- und Armbanduhren
* Diamanten und Edelsteine [...]
Das klingt nach klassischem Pfandhaus…allerdings kann man in den Rubriken sehen, dass die Möglichkeiten um einiges darüber hinaus gehen. So ist es ebenfalls möglich z.B. Immobilien, Fahrzeuge, Industriemaschinen und sogar Kleidung anzubieten. Das Anbieten von Gegenständen ist bei pfandy kostenlos, allerdings wird für abgeschlossene Transaktionen eine Provision von 2% erhoben.
Neulich hatte ich ein Marketing-Erlebnis der 3. Art.
Der gemeine Kaltaquiseanrufe ist sicherlich allen Gewerbetreibenden und vielen Privatleuten schon hinlänglich bekannt. Ein schlecht geschulter Callcentermitarbeiter ruft mit unterdrückter Telefonnummer an und liest – mehr oder weniger flüssig – einen beklemmend schlechten Text vom Blatt ab. Dieser Text endet mit einer Frage auf die man nur ganz schlecht NEIN sagen kann. Sowas wie: “Sie wollen doch sicher auch Geld sparen?”.
Wenn man seine Ablehnung kund tut bleiben dann nur die wenigsten freundlich. Manche verabschieden sich noch einsilbig, andere haben mir auch schon einfach aufgelegt. Wohlgemerkt ohne, dass ich jemals frech oder ungehalten geworden wäre… allenfalls ab einem gewissen Punkt bestimmt.
Ich habe zwar für derartiges Telefonmarketing rein gar nichts übrig, aber ich muss zugeben, dass mir die sogenannten Callcenter Agenten eigentlich leid tun… ein ätzender Job, schlecht bezahlt und den ganzen Tag nur unwillige oder unfreundliche Menschen am Telefon. Da möchte ich nicht tauschen. Mein Mitleid verleitet mich dann schonmal mir den Sermon etwas länger anzuhören.
So auch vorgestern. Da rief mich ein junger Mann an… nannte mir in gebrochenem deutsch seinen unglaublich deutsch klingenden Nachnamen, eine Firma von der ich noch nie gehört habe und betete einen erbarmungswürdigen Verkaufstext für alternative Tonerkartuschen herunter.
Okay… Tonerkartuschen… ist ja mal was neues.
Ich bin grundsätzlich nicht abgeneigt meinen Farblaser mit alternativen und günstigen Kartuschen zu betreiben… also lasse ich mir das Angebot vorlesen nennen.
Die feilgebotenen Lasertoner sollen nach Aussage des jungen Mannes die dreifache Kapazität (Toner-Füllmenge?) der Originalkartusche aufweisen und darüber hinaus eine sehr viel bessere Druckqualität auf’s Papier bringen. Irgendeinen Beweis für diese Behauptungen kann er mir natürlich nicht liefern…ich soll die Kartuschen einfach ausprobieren. Sie kosten auch nur das doppelte der Originalpatronen.
Äh… wie bitte?
Jaja… und weil ich dadurch ja schon eine ganze Menge spare bietet man mir gleich ein Paket aus 5 Kartuschen (2x schwarz, 1x cyan, gelb, magenta) zum Sonderpreis an. Der Sonderpreis ist dann 889,50 Euro.
Äh…wassss?
Hatte ich eigentlich erwähnt, dass ich 4 volle Kartuschen am Laufen habe?
Hatte ich gesagt, dass ich kein sonderlich hohes Druckaufkommen habe?
Hatte ich erwähnt dass mich die gleiche Anzahl Originalpatronen nur weniger als die Hälfte kosten würde?
Hatte ich gesagt, dass ich beim Einsatz von Fremdtoner fragwürdiger Herkunft aller Wahrscheinlichkeit nach meine Garantie verliere?
Ja, also die Garantie “für alles” übernimmt natürlich der Tonerhersteller.
Achso…ja, das erklärt natürlich warum da eine derart hohe Marge drin sein muss, denn das Telefonmarketing kann nicht sehr teuer sein.
Das weitere Gespräch verlief wie auf einem türkischen Basar… nein, dass wäre beleidigend …es lief eher wie mit einem Schmuck- und Blenderverkäufer am Strand. Am Ende wollte man mir eine einzelne schwarze Kartusche mit einem Preisnachlass von zuerst 10%, dann 20% und zuletzt sogar 30% verkaufen.
Nee klar, ist ja auch kaum unseriös. Als ich dieses Schnäppchen dann immernoch bestimmt abgelehnt hatte, rastete der Agent vollkommen aus. Er regte sich lautstark darüber auf, dass ich nicht begreifen wollte was für ein geniales Schnäppchen mir damit entgehen würde. Das ganze gipfelte schlussendlich darin, dass er mir drohte den Toner “einfach ohne Bestellung” per Nachnahme zu schicken.
Oh ja…wunderbar… ganz großes Tennis.
Mir war nicht klar, dass inzwischen auch Toner mit Drückermethoden verkauft wird und ich bin über die Geschichte immernoch etwas fassungslos.
Die “Firma” die hinter dieser Angelenheit steckt sitzt offenbar in Hamburg, ist nicht im Telefonbuch zu finden und hat ein schlichtes HTML-File im Internet. Neben einem Logo ist eine falsche Anschrift, eine Telefonnummer (die ich nicht geprüft habe) und eine Mailadresse hinterlegt. Ich hatte noch kurze Zeit die Idee, dass dennoch eine seriöse Firma hinter dieser Geschichte stecken könnte, die einfach mit der Auswahl des Vermarkters einen Griff ins Klo gelandet hat… aber die Webpräsenz machte dann den Rest klar. Bei denic nachzusehen war echt nur noch Spielkram.
Nachdem ich nun gut 2 Monate Blog-Winterschlaf gehalten habe… was sicherlich Gift ist für einen neuen Blog wie meinen… melde ich mich hiermit zurück. Zunächst hatte ich schrecklich viel zu tun, dann kam Weihnachten und sehr bald darauf habe ich angefangen mich vor dem Wordpress-Update zu drücken. Ich kann diese dauernden Updates nicht wirklich leiden, obwohl sie bisher alle smooth and easy waren.
Drei Neuigkeiten habe ich zu vermelden.
Zur neuen Wordpressversion habe ich mir einen ordentlichen Feed-Button gegönnt. Da meineRSS-Links in der Sidebar etwas versteckt sind, war es wirklich an der Zeit dafür.
Ich habe Blogfever gekickt… allerdings nur vorläufig. Ich hatte bisher keine Zeit mir die Neuerungen nach der Downtime anzusehen.
Für Marco von radio4SEO habe ich einen Werbebanner gebastelt und eingebaut. Marcos SEO-Podcast höre ich mir regelmäßig an und kann es eigentlich uneingeschränkt empfehlen. Angenehm finde ich besonders, dass er sich durchaus auch mal an Anfänger richtet, nicht abgehoben ist und stattdessen richtig nett klingt. Der aktuelle Podcast dreht sich schwerpunktmäßig um die Software IBP und wer darüber nachdenkt sich eine Softwarelösung für die Suchmaschinenoptimierung anzuschaffen, der sollte sich dort die Besprechung einmal anhören.
Marcos neues Projekt ist ein Lern-Podcast zu SEO Themen. Die bisherigen Podcasts sind um die 3 Minuten lang und stellen für Anfänger eine sehr gute Alternative zu ellenlangen PDFs dar.
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