Sind deine Geheimnisse sicher bei Google?

Es will alles über dich wissen.
Es will dein bester Freund sein…dein großer Bruder.

In der abgefahrenen Kalifornischen Sonne scheinen die gleißenden Glas- und Stahlkurven des Googleplex dich vom Trottoir zu fegen mit ihrem Versprechen dir einen flüchtigen Blick in die Zukunft zu gewähren. Es ist 8 Uhr morgens an einem Montag und Bataillone von High-Tech-Fußsoldaten erreichen den güldenen Palast der Online-Revolution. Mit Laptop und Latte bewehrt steigen sie aus Polonäsen von biodieselbetriebenen Bussen, laut und schnell schnatternd über die letzten raketenartigen Silicon Valley Start-Ups mit Namen die sich anhören wie Teletubbies: Jajah, Orgoo, Ningo. Geek für Geek bewegen sie sich hinein, beginnen zu surfen und kontrollieren die Quadrillionen Bytes an Informationen die durch Googles gigantische Server wogen und auf unsere Desktops und Handys brettern in jeder Minute an jedem Tag.

Der Gehsteig ausserhalb der Google Konzernzentrale in Moutain View – 40 Autominuten südlich von San Francisco – ist ungefähr so nah wie die meisten Menschen der Firma jemals kommen werden. Der Firma die den Suchmaschinenmarkt in die Enge getrieben hat und die die Killerapplikation der modernen Informationswirtschaft schlechthin wurde. Mit seinem ganzen Erfolg ist Google ein geschlossenes System, so undurchdringlich wie seine komplexen Suchalgorithmen.

Seine milliardenschweren Gründer Sergey Brin, 34, und Larry Page, 34, geben kaum jemals Interviews und Reporter schaffen es selten durch den Firmeneingang um mit den Executives zu sprechen. Vor einigen Wochen haben sie die The Sundy Times ins Herz der Konzernzentrale eingeladen.

Was sich – quick and dirty ins Deutsche übersetzt – fast anliest wie die letzte Science-Fiction Kurzgeschichte aus der c’t, ist im Gehalt weit weniger prosaisch. Dass das Google-Universum eine Datenkrake ist war uns allen bereits klar. Die Onlineausgabe der britischen Sunday Times schaut Google aber ganz genau auf die Finger und ich hab wenige derart ansprechend geschriebene Artikel zum Thema gelesen. Wer des Englischen mächtig ist, sollte sich das nicht entgehen lassen. Es liest sich leicht wie ein Frühlingsmorgen und gibt Einblicke in die Geschichte, die Gegenwart und die Zukunftsvisionen von Tante G.

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