Die Internetgemeinde liegt im Freudentaumel und die Meldungen überschlagen sich in allen Medien.
Statt die x-te Wiederholung der bekannten Fakten möchte ich lieber ein paar Fundsachen posten, die sich rund um die Geschichte ranken und die hoffentlich zur weiteren Erheiterung beitragen.
Wer eine kurzweilige Zusammenfassung zum Lebenswerk des Herrn G. anschauen möchte, der kann sich die Fotostrecke der Süddeutschen anschauen. Sehenswert gerade auch für jüngere Semester die nie von Tanja Nolte-Berndel behelligt wurden.
Urs Vac hat den Schneid die Nolte-Berndel-Geschichte samt Fotos der Originalbriefe in Netz zu stellen. Da ich nach einer Kleinanzeige im Computer Flohmarkt vor vielen Monden ebenfalls mal einen solchen Brief erhalten habe, kommen da fast nostalgische Gefühle in mir hoch.
Die taz freut sich einen Ast und berichtet ausführlich von den bisherigen Vorkommnissen. Im Forum von heise ist Party. Die Kommentare sind inzwischen auf über 14.000 angeschwollen – Tendenz steigend und es wurde bereits über ein Knastabo gefrotzelt.
Wie André Gewert berichtet hat die Zeitschrift Titanic den Lacher direkt in den Titel gepackt.
Dorfkramer alias Dr. Stefan Engelsberger hat bei der Anwaltskammer München einen Antrag auf Berufsverbot gestellt und stellt diesen in Kopie ins Netz. Bin sehr gespannt was daraus wird.
Sogar ein Witz wurde schon erfunden:
Günni wie geht’s? KANN NICHT KLAGEN.
Die großspurige Pressemeldung über den Start des Social Networks onsari zieht momentan durch alle Dienste.
Das selbsternannte neue Wunder am Web-2.0-Himmel präsentiert sich bei näherer Betrachtung jedoch als unfertiger Gemischtwarenladen im Retrodesign. Die Zusammenstellung der Angebote erscheint mir vollkommen beliebig. So werden Immobilien neben einem Modelwettbewerb feilgeboten, was in der Tat mal ein revolutionärer Ansatz ist.
Webvogel hat einen überaus köstlichen Bericht darüber gepostet und lässt nicht nur kein gutes Haar an onsari, sie werden final gerupft.
Was den ausgelobten Modelwettbewerb betrifft so rechne ich mit sowas wie “Deutschland sucht den Superstar für Arme”. Die Details dazu sind bei 14model – mit denen onsari kooperiert – nachzulesen. So verspricht man den Teilnehmern der Finalrunde immerhin ein 14-tägiges Foto-Shooting auf Hawaii, inklusive Unterbringung im 5-Sterne-Hotel und dem jeweiligen Gewinner einen Topmodel-Vertrag mit 5000 Euro Siegesprämie.
Holla die Waldfee! ![]()
Mir kommen bei dem Begriff “Endausscheidung” ganz grauselige Gedanken.
Die erweiterte Suche in Google hat ein Update erfahren. Dort wo man vorher den Zeitrahmen auf 3, 6 oder 12 Monate einschränken konnte, sind nun weitere Optionen hinzugekommen. Man kann das Zeitfenster nun auf 2 Monate, Monat, Woche und sogar auf den Tag (in den letzten 24 Stunden) einstellen.
Matt Cutts hatte bereits Anfang August die Frische die neuerdings in den Suchergebnissen eingekehrt ist über den grünen Klee gelobt und betont, dass Google mit Hochdruck daran arbeitet die Aktualität noch weiter zu verbessern. Das Update der erweiterten Suche ist nun die logische Fortsetzung.
Für alle denen die erweiterte Suche zu umständlich ist (mich eingeschlossen) hat Alex Chitu einige interessante Entdeckungen gemacht. Der Parameter, der für die zeitliche Einschränkung verantwortlich ist heisst &as_qdr=
und kann natürlich mit den entsprechenden Werten versehen auch bequem von Hand in den Suchstring eingegeben werden.
Die möglichen Parameter lauten folgendemassen:
d[Zahl] – in den letzten X Tagen (z.B..: d10)
w[Zahl] – in den letzten X Wochen
y[Zahl] – in den letzten X Jahren
So liefert die Abfrage
http://www.google.de/search?hl=de&q=china&meta=&as_qdr=d1
Seiten die das Wort China beinhalten und die in den letzten 24 Stunden erstmals gefunden wurden.
Hierbei ist zu beachten, dass in der Tat nur neue Seiten gefunden werden und keine Seiten die in den letzten 24 upgedatet wurden. Wenn man das Zeitfenster – wie im Beispiel – auf 24 Stunden setzt, dann ist anzunehmen, dass hauptsächlich Newsseiten und Blogs gefunden werden.
Matt Cutts brachte heute noch etwas mehr Licht in die Sache und lässt die Welt wissen, dass diese Abfragen auch mit „site:“-Abfragen funktionieren.
Hierzu hängt man analog zu dem obigen Beispiel einfach den gewünschten Parameter ans Ende des Suchstrings.
Wie der GoogleWatchBlog heute berichtet, ist der Betatest von Google Maps Deutschland nun offiziell beendet. Erwartungsgemäß findet sich nun auch ein eigener Menüpunkt dafür in der Navigationsleiste.

Eine offizielle Verlautbarung scheint es bisher offenbar nicht zu geben.
In den bisherigen Maps-Suchergebnissen (die in die normale Suche integriert ist) sieht man immer nur die ersten drei Einträge (Marker A-C). Über den neuen Menüpunkt erreicht man nun die ersten 10 Einträge (Marker A-J) auf der ersten Ergebnisseite. Dies wird sicher einigen Webmastern Erleichterung verschaffen.
Den direkten Sprung in die große Kartenansicht – die auch weniger Platz für Adsense vorsieht – finde ich recht gelungen.
Wer sich als Gewerbetreibender bisher verweigert hat, sollte spätestens jetzt seine Firma in die Google Maps eintragen. Der Trend in Richtung Lokalisierung der Suchergebnisse wird sich meiner Meinung nach weiter fortsetzen.
Eine – wie ich finde – absolut lustige Geschichte zu einem seeehr ernsten Thema hat sich die SPD aus dem Kreis Herford einfallen lassen. Sie haben der Webseite der Jusos eine Schäuble-Suchmaschine in bekannter Aufmachung vorgeschaltet.

Wer es allerdings wagt zu klicken, der wird auf eine Seite mit kritischen Zitaten von Datenschützern geleitet.
Die “neue Suchmaschine” ist ein sehr gutes Beispiel für virales Marketing. So hat die Kunde sich schnell unter Bloggern verbreitet und die Seite wurde gestern sogar auf heise online verlinkt. Wie in den News der Jusos zu lesen ist, rechnet man bereits mit Serverschwächeln und Performanceproblemen ob des Besucheransturms.
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