ThinkUp : Facebook, Twitter und Google+ Daten archivieren und analysieren

ThinkUp ist ein kostenloses Social Media Monitoring Tool das gerade frisch aus der Beta-Phase gehüpft ist. Die Open Source App ermöglicht es die eigenen Aktivitäten auf Facebook, Twitter und Google+ zentral zu verfolgen, zu extrahieren, zu archivieren und natürlich auch hübsch grafisch auszuwerten.
Besonders interessant finde ich daran, dass es auf dem eigenen Webserver läuft, d.h. man hat die volle Kontrolle über die eigenen Daten und natürlich auch die Verantwortung für deren Sicherheit.

Man hat sich fast schon daran gewöhnt, dass Tweets nicht nur schnell sondern vor allem auch schnell  vergänglich sind. Dem kann man jetzt mit ThinkUp entkommen und quasi jede Aktivität, eigene Tweets und darauf folgende Retweets dauerhaft in einer eigenen Datenbasis sichern.

Ob der Betrieb der Software sich für die gemeine One-Man-Show  (oder One-Woman-Show) in den Sozialen Medien lohnt oder im Verhältnis zum Nutzen steht, muss wohl jeder selbst entscheiden. Das hängt sicher nicht unerheblich vom Ausmaß der eigenen Aktivitäten ab.

Für kleine bis mittlere Unternehmen in denen Social Media Accounts nicht von einer Person alleine betreut werden und wo sowohl Reporting als auch Erfolgskontrolle eine Rolle spielen, ist das Tool mit Sicherheit ein Gewinn an Kontrolle. Agenturen, die Social Media Accounts betreuen und transparent arbeiten werden das kostenlose Tool sicher auch begrüßen.

Wer sich eine Live-Demo des Tools anschauen möchte, hat hier die Möglichkeit auf die Twitter- und Facebookaktivitäten vom Weißen Haus zu schauen.

In Zahlen: Internationale Internet Trends 2011

Mary Meeker ist (u.a.) bekannt für ihre jährlichen Trendanalysen beim Web 2.0 Summit, dem Ort wo sich laut Spiegel Online einmal im Jahr „die Big Shots der Netzwelt tummeln“ und wo sich alles um „Daten und Informationen“ dreht.

Ihre diesjährige Präsentation bringt keine bahnbrechenden Neuigkeiten oder revolutionären Visionen auf den Tisch. Wer aber auf der Suche nach ein paar handfesten Zahlen in Bezug auf internationale Trends im Internet ist, der findet hier eine Goldgrube. In einer 66-seitigen Slideshow kann man sich mit bergeweise Zahlen und Daten füttern lassen.

Die Themen im Einzelnen:

  1. Globality – we aren’t in Kansas anymore
  2. Mobile – Early Innings, Growth, Still…
  3. User Interface – Text > Graphical > Touch / Sound / Move
  4. Commerce – Fast / Easy / Fun / Savings = more important than ever
  5. Advertising – Lookin’ Good
  6. Content Creation – Changed Forever
  7. Technology / Mobile Leadership – Americans Should Be Proud
  8. Mega-Trend of 21st Century  = Empowerment of People via Connected Mobile Devices
  9. Authentic Identity – The Good / Bad / Ugly. Mostly Good?
  10. Economy – Lots of Uncertainty
  11. USA Inc. – Pay Attention!
  12. Closing Thoughts

Interessant finde ich vor allem die Zahlen zum Thema Advertising bzw. Werbeausgaben im Verhältnis zur Mediennutzung. Das Ungleichgewicht zwischen Print und Internet/Mobile ist noch immer eklatant und es wird spannend zu sehen, wie schnell sich da etwas bewegt. Aber auch das enorme Potential bei Smartphones und Tablets finde ich spannend.

Die komplette Slideshow von Mary Meeker ist bei Scribd zu finden.
Bei Indiskretion Ehrensache gibt es eine gute und auch kritische Zusammenfassung.

Wer gut englisch kann, der kann sich bei youtube von Mary Meeker zeigen lassen, wie man 66 Slides in 20 Minuten und mit kleinen Pannen präsentiert und dabei trotzdem eine gute Figur macht. Ich halte Mary Meeker für blitzgescheit und finde sie sehr beeindruckend.

Einen Chefsessel und einen Kaffee, bitte!

Bei “Selbständig im Netz” gibt es eine Bürostuhl-Blogparade und da ich mich auch gerade mal wieder mit der Anschaffung eines neuen Bürodrehstuhls befasse, kommt mir das Thema sehr gelegen. Da es bei Peer auch noch einen 50,00-Euro-Gutschein zu gewinnen gibt, hoffe ich sogar auf ein kleines Sessel-Sponsoring. ;)

Als WebworkerIn ist man eigentlich nicht an ein Büro, einen Schreibtisch oder gar einen Bürodrehstuhl gefesselt. Es ist problemlos möglich sich mit Laptop und Handy im nächsten Cafe niederzulassen, im Zug das Büro-Equipment auszupacken oder einfach auf dem Sofa zu lümmeln.

Meine Realität ist die, dass ich dennoch täglich sehr viele Stunden am Schreibtisch verbringe und damit sehr viele Stunden auf meinem Bürostuhl. Mein Arbeitsplatz ist über Eck angelegt, mit 2 Rechnern und 4 Monitoren und ohne bequemen und ergonomischen Bürodrehstuhl wäre ich ziemlich aufgeschmissen. Umso mehr, weil auch noch mein leicht fortgeschrittenes Alter dazu kommt. LOL. Meine Erfahrung ist, dass man – je älter man wird – schlechte Bürostühle und schlechte Matratzen immer weniger verkraften oder wegstecken kann. Weiterlesen

Analytics Daten in Excel aufbereiten – automatisch

Naja, fast automatisch… aber trotzdem sehr komfortabel. ;)

Wer inhouse Analyticsdaten reporten muss oder Statistiken über die Besucherentwicklung (etc.) an Klienten weitergibt, der kennt das Problem. Wenn ein direkter Zugang zu Google Analytics nicht erwünscht oder sinnvoll ist, dann ist oft der kleinste gemeinsame Nenner unter den editierbaren Dateiformaten Excel.

Wenn auch Daten aus anderen Programmen oder Tools in das Reporting einfließen müssen, dann hat man im Grunde gar keine andere Wahl. Excel existiert auf jedem Rechner im Unternehmen, fast jeder hat zumindest grundlegende Erfahrung im Umgang damit und das Interface ist vertraut.

Das Zusammenstellen der relevanten Daten, das Importieren und Aufbereiten in Arbeitsmappen gerät aber schnell zu einer zeitaufwändigen Routinenerverei.

Bei meiner Recherche nach Abhilfe in Form von Automatisierung bin ich auf zahllose kostenpflichtige Lösungen gestoßen, die ich aber wegen der teils horrenden Gebühren fast ausschließlich dem High-End-Bereich zuordnen würde.

Eine einzige Software ist kostenlos, Open Source und übertrifft meine Erwartungen bei Weitem. Weiterlesen

Impressum auf Facebook – eigener Tab mit SSL

Die Nachricht über das Urteil zur Impressumspflicht für kommerzielle facebook Fanpages verbreitet sich schnell. Man darf vermuten, dass die Abmahner schon längst dabei sind ihre Messer zu wetzen.

Wer eine eigene Fanpage betreibt oder für Klienten welche betreut ist, ist gut beraten schnell eine Lösung zu finden, die möglichst viel Rechtssicherheit bietet.

Ich habe zwei Ansätze gefunden, die den Anforderungen gerecht zu werden scheinen.

1. Nutzung der Infobox für einen Direktlink ins Impressum der „Mutterseite“
2. Einrichten eines eigenen TABs mit einer Facebook Anwendung

Perun beschreibt auf seinem Weblog den Weg mit der Infobox. Das ist der schnellste Weg und wenn man bereit ist den bisherigen Inhalt der Infobox zu „opfern“ sicher auch der einfachste.

Der zweite Ansatz ist das Erstellen einer eigenen Facebook Anwendung zur Einbindung des Impressums in einem eigenen TAB direkt auf der Fanpage. Mit der schon vielfach verlinkten Anleitung von Annette Schwindt ist auch dieser Lösungsansatz, wenn auch nicht ganz trivial, so doch schnell umgesetzt.

Voraussetzungen für die TAB-Lösung sind

  •   externer Webspace inklusive https-Variante
  •   ein Adminkonto auf Facebook, mit dem die Fanseite editiert werden kann
  •   HTML- und CSS-Kenntnisse um eine kleine Impressumseite zu erstellen

Der Haken an der TAB-Lösung ist, dass zwangsweise eine https-Variante der Seite zur Verfügung stehen muss. Wer nicht gerade einen Online-Shop betreibt oder aus anderen Gründen sowieso ein SSL-Zertifikat besitzt, schaut hier in die Röhre.

Gängige Webspacepakete haben in aller Regel nämlich kein SSL an Bord und ein Zertifikat muss entweder kostenpflichtig hinzu gebucht werden, oder man muss sogar das Webspacepaket upgraden um das zu können.

Eine wie ich finde praktische und kostengünstige Variante sind Webspacepakete bei Hostgator. Hostgator ist ein us-amerikanischer Hoster der auf amerikanischen Servern hostet. Bereits im kleinsten Paket (ab $3,96/Monat) ist ein shared SSL Zertifikat im Preis inbegriffen. Ab dem Business-Tarif (ab $10,36/Monat) steht sogar ein privates SSL Zertifikat ohne Aufpreis zur Verfügung. Die Preise finde ich auch ohne schwachen Dollarkurs moderat.

Wer ohnehin auch englische Projekte am Start hat, für den macht ein Hostingaccount in den USA durchaus Sinn. Wer mehrere Facebook Fanseiten betreut, für den kann diese Lösung auch Sinn ergeben. Es ist problemlos möglich eine ganze Armada von Impressumseiten auf dem Server abzulegen… Webspace und Traffic sind unbegrenzt enthalten.

Wer von der SSL-Lösung bei Hostgator Gebrauch machen möchte, der kann sich hier auch gleich einen Coupon mitnehmen:

Mit dem Gutschein-Code MISSFITSBIZ994 bekommt man $9,94 Rabatt.
Mit dem Gutschein-Code MISSFITSBIZ25 bekommt man 25% Rabatt.

Je nach gewähltem Paket und gewähltem Zahlungsrhythmus machen Prozente oder Dollares mehr Sinn. Der Rabatt wird direkt mit dem gewählten Paket verrechnet… noch bevor man persönliche Daten eingeben muss.